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Thalebra

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GEMEINDEBLATT (eingestellt am 16.05.2018):

pdf-Icon des Dokumentes Gemeindebrief_Juni_2018_bis_August_2018 (*.pdf-Datei, 2 MB)

Kirche Außenansicht:
Kirche Innenansicht:
Büro:
Pfarrstraße 3, 99706 Sondershausen
Ansprechpartner/in:
Evelyn Mennekamp
Telefon:
03632 - 782389
Fax:
03632 - 6674356
E-Mail:
buero-sondershausen1@suptur-bad-frankenhausen.de
Öffnungszeiten Gemeindebüro:
Dienstag: 13.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch: 8.00 bis 13.00 Uhr
Name der Kirche:
St. Crucis-Kirche
Standort der Kirche:
99706 Sondershausen OT Thalebra
Kirchplatz o. Nr.
Entstehungszeit der Kirche:
Die Kirche steht westlich der Hauptstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zur nordwestlich gelegenen ehemaligen Domäne.
Baugeschichte. Bereits im 15. Jahrhundert wird für Thalebra eine der hl. Jungfrau Juliane geweihte Kapelle genannt, die ab 1574 als Filialkirche Hohenebra zugeordnet wurde. Für das Jahr 1633 erwähnt Apfelstedt eine Vergrößerung besagter Kirche, archivalisch ist ein weiterer Umbau des Gotteshauses im Jahre 1765 zu fassen. Im 19. Jahrhundert zunehmend baufällig, wurde das Gebäude 1902 abgerissen. Im gleichen Jahr fand an selber Stelle die Grundsteinlegung für den noch heute bestehenden, am 29.09.1904 eingeweihten Kirchenneubau statt. Entwurfsverfasser war der fürstliche Baurat Otto Erlandsen (Sondershausen), die Leitung vor Ort übernahm Baumeister Carl Most. Die 1904 fertig gestellte Innenausmalung der Kirche ist den Gebr. Kühn aus Sondershausen, u.a. dem Hofmaler Edmund Kühn, die hölzerne Innenausstattung regional ansässigen Handwerkern zuzuschreiben. Im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts trat mangels Nutzung ein zunehmend desolater Zustand des Kirchengebäudes und seiner Ausstattung ein, dem die Orgel und sämtliche originale Farbglasfenster zum Opfer fielen. Von 1996 bis 2002 Instandsetzung des Kirchengebäudes, Neueindeckung des Daches mit Schiefer und Restaurierung des Inneren einschließlich großer Teile der Wandmalereien.
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Rainer Müller (Hg., TLDA) entnommen dem dreibändigen Opus Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Thüringen. Kyffhäuserkreis 5.1-5.3, E. Reinhold Verlag 2014
Bauzustand der Kirche:
Außenbau. Symmetrisch angelegter Kirchenbau im neuromanischen Stil, bestehend aus Vorhalle und Saal, beide unter Satteldach, dreigeschossigen Ostturm unter Zeltdach und polygonaler Apsis; an der nördliche Turmseite die eingeschossige Sakristei. Die im Kern aus Backstein gesetzten Mauern außen mit Quadern aus hiesigem Muschelkalk verblendet; die schmalen Pressfugen mit Ritzer versehen. Einfaches abgeschrägtes Sockelgesims. Die gefasten Gewände, die Abdeckplatten der über die Dachflächen hinausgeführten Giebel und das kräftig gekehlte Kranzgesims aus rotem Kyffhäusersandstein gearbeitet. Die Fenster an den Saallangseiten in zwei Geschossen und drei Achsen angeordnet; im unteren Geschoss Rechteckfenster, im oberen rundbogige Doppelfenster. In den Öffnungsachsen im Satteldach jeweils kleine dreieckige Gauben eingelassen. An der Südseite mittig der Zugang in den Saal; westlich davon in der Wandfläche ein Stein mit der Jahreszahl „1903“ eingelassen. An den Ecken des Saalbaus und des Ostturmes Strebepfeiler. An der Westseite der Vorhalle in einer Achse ein großer Rundbogenzugang, eine Fensterrosette und ein Biforium. Die Türgestaltung mit schmiedeeisernen Beschlägen und Oberlicht analog derjenigen an der Südseite des Saalbaus. Das oberste, als Glockenetage fungierende Geschoss des Ostturmes an allen Seiten mit je einem Biforium besetzt; dessen Mittelsäule mit Würfelkapitell. Das Zeltdach an allen vier Seiten mit jeweils einer Gaube, die die Zifferblätter der Turmuhr aufnimmt. Unter einem Schutzdach an der Südseite Stundenglocke, angeblich aus der Kirche der nahe Thalebra gelegenen Wüstung Küllstedt. Die Wetterfahne inschriftlich von 1965, als Ersatz für ein korrodiertes Eisenkreuz (im Dach der Vorhalle gelagert).
Innenraum. Einheitlich gestalteter Saal mit dreiseitig umlaufender Empore unter einer verputzten hölzernen Spitzbogentonne. Die Empore von geschnitzten Säulen mit dreiseitiger Knagge getragen; die Streichbalken auf Steinkonsolen gelagert. Die Brüstungen mit Blendbögen gefüllt. An den Wänden und Decken von Saal und Chor die um 2002 in Teilen rekonstruierte Dekorationsmalerei von 1904. Die durch vier Zugeisen gesicherte Holztonne mit als Flechtwerk schablonierten Bändern in verschiedener Farbigkeit (Blau, Rot, Orange) und mit unterschiedlichen Motiven (Kreismedaillons mit Kreuzdarstellungen oder Blüten) geschmückt. Im mittleren Medaillon der Rankendekoration an der Nordwand über der Empore die Jahreszahl „1904“. In den vier Gewölbekappen des kreuzgratgewölbten Chors zwischen Rankenwerk in Medaillons die Symbole der Evangelisten zu finden. An der Unterseite des Chorbogens Kreismedaillons, im Scheitel das Auge Gottes, flankiert von einem Christusmonogramm mit Alpha und Omega, einem griechischen Kreuz und der segnenden Hand. Über dem Triumphbogen ein großes Kreismedaillon mit gekreuzigtem Christus und einer Weinrebe, bekrönt durch ein schwebendes INRI-Band und das Spruchband „Das ist mein Blut für Euch vergossen“. Aus der Erbauungszeit der Kirche im Saal, Chor und in der Vorhalle Gussterrazzo mit Randstreifen, eingestemmte Futtertüren und die Treppen in der Vorhalle zur Erschließung der Emporen und des Dachgeschosses. Über dem Saal ein Pfettendach mit liegendem Stuhl und Hängesäule; die Längsaussteifung über Andreaskreuze abgesichert. Das Turmdach mit Kaiserstiel und Zangenbindern.
Ausstattung. Schlichter Holzaltar, zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. An der nördlichen Seite der Triumphbogenwand die hölzerne Kanzel, ein Werk des Tischlermeisters Hoppe (Hohenebra) von 1904, auf vier schlanken Säulen ruhend und mit polygonalem Korb; die gebrochenen Ecke durch Säulen mit Würfelkapitel betont. Steinernes Taufbecken in neugotischen Formen, von den Gebr. Stoffregen (Hannover), signiert am Fuß „E. M. S“. Schlichter zeittypischer Orgelprospekt von 1905, das Werk von Wiegand Helfenbein (Gotha) nicht erhalten. In der als Winterkirche genutzten Sakristei ein kleines Kruzifix mit INRI-Schild. Im Saal ein Leuchter von 1905.
Im bauzeitlichen Stahlglockenstuhl eine Bronzeglocke von 1903 (i). Im Dachboden der Turmspitze die 1903 von Wilhelm Kühn aus Gräfenroda geschaffene mechanische Turmuhr.
Die Einfriedung des Kirchhofs an der West- und Südseite, hier mit Torpfeilern aus Kyffhäusersandstein und schmiedeeisernem Tor, fragmentarisch überkommen. Unbekannt der Verbleib des bis 1930 nachweislich vor dem südlichen Kirchenzugang aufgestellten, wohl vom Vorgängerbau stammenden mittelalterlichen Taufsteins.
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Rainer Müller (Hg., TLDA) entnommen dem dreibändigen Opus Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Thüringen. Kyffhäuserkreis 5.1-5.3, E. Reinhold Verlag 2014

Mitarbeitende:

Pfarrer:
Karl Weber
Kantor:
Andreas Fauß
Gemeindemitarbeiterin:
Evelyn Mennekamp

Veranstaltungen:

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So  02.09.2018  10:00 Uhr
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