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Predigten

Predigt zu Act 12,1-11 am 16.09.2018, 9.30 Uhr in Bad Frankenhausen (Kristóf Bálint)

16.09.2018

Liebe Gemeinde,

es gibt Situationen, da scheinen nur noch Wunder zu helfen. In großer Bedrängnis hoffen wir auf eine Hilfe, die unsere Kümmernis beendet. In großer Not hoffen wir, dass unsere Angst ein Ende findet und wir wieder Mut gewinnen. Selbst Menschen, die nicht an G'TT zu glauben vorgeben, sind dann offen für eine Lösung „von oben“.

Wunder sind uns nicht unbekannt, unerhofft und unerhört - sie kommen selbst in Schlagern vor. Denn jede*r hat sie schon einmal erbeten.

Dass Frieden in schwierigen Zeiten herrscht, ist ein Wunder.

Dass Völker ihre Diktatoren ohne Blutvergießen absetzen, so wie es das deutsche Volk vor 29 Jahren tat, ist ein Wunder.

Dass zwei Menschen sich lieben, ist ein Wunder.

Dass G'TT Leben schenkt und Kinder geboren werden, so wie unsere Kinder und Enkelkinder, ist ein Wunder....

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Predigt zu Act 2,1-18 am 16.09.2018, 14 Uhr in Sondershausen zur Eröffnung der Interkulturellen Woche (Kristóf Bálint)

16.09.2018

Liebe Gemeinde,

jedes Jahr zu Feiertagen, erhalte ich mal mehr mal weniger sinnvolle Karten zugesandt.

Zum Teil sind sie sehr individuell gestaltet, aufwändig hergestellt und ich nehme wahr, dass sich da jemand große Mühe gegeben hat, dass ich jemandem diese Zeit und diesen Aufwand wert gewesen bin. Darüber freue ich mich und das berührt mich.

Andere schreiben ein paar Zeilen, wo der Schuh drückt und was wieder nicht geklappt hat, gelegentlich sogar ein paar Nachrichten, über die sich der Schreiber freuen kann. Schönes aufzuschreiben fällt uns eben schwerer. Dennoch merke ich, dass mich da jemand Anteil nehmen lassen will, er mir Vertrauen schenkt.

Dritte wiederum nehmen eine Karte mit Vordruck z.B. frohe Ostern oder alles Gute zum Geburtstag und schreiben in die Karte „wünscht Soundso“. Da sehe ich regelrecht vor mir, wie Soundso in der Küche sitzt, einen Stapel von 200 Karten vor sich und über all hineinschreibend: „wünscht Soundso“. Da ist ein pflichtbewusster Mensch am Werk. Einer, der keinen vergessen will. Einer der nichts falsch machen will. Einer der keine großen Worte macht oder machen kann.

Über den Anlass, zu dem wir heute zusammengekommen sind, müssen wir aber große Worte machen, denn es ist ein Anlass, der jeden und jede angeht, denn „jeder ist Ausländer, fast überall“.

Seit 29 Jahren leben und erleben wir in „Neufünfland“ viele Kulturen und stellen uns mit der Interkulturellen Woche in eine Tradition, ...

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Predigt am 09.09.2018 in Körner (Sebastian Kropp)

09.09.2018

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Der Predigttext für diesen Sonntag steht im Brief des Paulus an die Galater im 5 und 6 Kapitel.(...)

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Predigt zu I Thess 1,2-10 am 02.09.2018 in Gera (Kristóf Bálint)

02.09.2018

Liebe Gemeinde,

es kommt heute immer mehr aus der Mode, sich gegenseitig Briefe zu schreiben. Stattdessen sind wir viel schneller und unmittelbarer durch andere Medien erreichbar.

Mobiltelefon, E-Mail, Facebook, Twitter u.a. „sogenannte soziale Medien“ bringen uns fast in Echtzeit auf den neuesten Stand. Aus dem Urlaub kommt keine Karte, sondern in Windeseile und sehr persönlich, ein Bild vom Strand des Zeulenrodaer Meeres, vom Residenzschloss Altenburg, vom Ferberturm oder von der Osterburg. Und wenn es Empfang gibt, dann kann ein solches Telefon u.U. auch Leben retten.

Doch es gibt heute auch noch analoge Formen der Information. Ich meine dabei nicht in erster Linie die faszinierende „Pfeifensprache“ der Einwohner von La Gomera ...

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Predigt zu Act 3,1-10 am 19.08.2018 in Hachelbich und Rottleben (Kristóf Bálint)

19.08.2018

Liebe Gemeinde,

wir haben es uns heutzutage angewöhnt, Gesundheit für das Normale und Krankheit für die Durchbrechung des Normalen, für die Abweichung, für das Störende, für den Verlust zu halten.

Weder in der Zeit des AT, noch in der gesamten Antike, im Mittelalter oder in der Moderne wird dieses Bild von der Gesundheit der Realität gerecht.

Auch heute verzweifeln mehr als 80 Prozent der Menschen an diesem Vexierbild, lassen sich wie Schafe vor die Regale...

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Predigt zu Gal 2,15-21 am 12.08.2018 in Bad Frankenhausen und Göllingen (Kristóf Bálint)

12.08.2018

Liebe Gemeinde,

wer heutzutage einkaufen geht, kann sich kaum der beflissenen Verkäuferinnenfrage nach der Payback-Karte o.a. Bonus-Karten entziehen. Sie wird taktisch so geschickt gestellt, dass man sich fast wie ein Outcast vorkommt, weil man nicht mitmacht bei der freiwilligen Einsichtgabe in  sein Kaufverhalten.

Kein Geschäft, das nicht irgendeine Karte mit irgendwelchen Vorteilen anbietet, selbst die Portemonnaies-Hersteller haben sich darauf eingestellt und bieten inzwischen meterlange Einlagen an, in die die netten Plastikkärtchen gut sichtbar eingesteckt werden können, die selbst beim Einbrechen in Wohnungen wertvolle Dienste leisten.

Nun sind wir Ossis an solcherlei Dinge gewöhnt, …

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Predigt zu Act 19,1-7 am 24.06.2018 in Oldisleben (Kristóf Bálint)

24.06.2018

Liebe Gemeinde,
in unserer heutigen Zeit gibt es eine um sich greifende Form von nicht wahrgenommener Vergiftung, die sich schleichend und fast unmerklich unserer bemächtigt und ganz heimlich still und leise unsere Gesellschaft verändert: die Seuche des schnellen Wortes.
Was meine ich damit?
Die technikbasierte Wirklichkeit unserer Zeit macht es möglich, in wenigen Sekunden einen Großteil der Welt von seiner Meinung Kenntnis zu geben. Es passiert etwas und Sekunden später gibt es auf Facebook, Twitter und all den anderen sogenannten „sozialen Medien“ eine Fülle von Kommentaren. Das reicht von großer Anteilnahme durch Wort und Smilies für eine humpelnde Katze bis zu bissigen und hasserfüllten Kommentaren für ein im Mittelmeer ertrunkenes Flüchtlingskind....

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Predigt zum Gemeindefest in Winkel am 17.06.2018 (Martin Weber)

17.06.2018

Predigt Ez 18
Move 1 Das Sprichwort
Und des Herrn Wort geschah zu mir: Was habt ihr unter euch im Lande für ein Sprichwort:
„Außen hui, innen pfui“
(...)

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Andacht zum Sommerkonzert in Mittelhausen am 16.06.2018 (Martin Weber)

16.06.2018

Andacht Sommerkonzert in Mittelhausen
Liebe Gäste,
Wie schön ist es, dem Herrn zu danken – deinen Namen, du Höchster, zu besingen!
3 Morgen für Morgen (...)

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Predigt zu I Kor 14,1-3.20-25 am 10.06.2018 in Bad Frankenhausen (Kristóf Bálint)

10.06.2018

Liebe Gemeinde,
jeder von uns kennt vermutlich dieses Gefühl: „Ich verstehe nur Bahnhof“. Da redet einer mit mir und ich kann mich mühen, wie ich will, ich verstehe ihn nicht. So ein „Aneinandervorbeireden“ muss nicht einmal etwas mit der Sprache, mit seinem Nuscheln oder meiner Schwerhörigkeit zu tun haben. Es fehlt uns manchmal an Vorwissen, um etwas zu verstehen, oder wir bleiben an einem Wort hängen, das uns unbekannt ist und überhören den Rest des Gesprochenen. Manchmal verstehen wir eben nur „Bahnhof“. Auch im Gottesdienst wird geredet…

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Predigt zum Familiengottesdienst am 10.06.2018 in Menteroda (Viktoria Rode)

10.06.2018

Zeit für dich…

Die letzten Wochen waren sehr intensiv. Jeder Tag war angefüllt von wunderbaren Ereignissen. Er hatte die Energie erstaunliche Dinge zu leisten - die weder e (...)

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Predigt zu Jer 23,16-29 am 03.06.2018 in Niederspier (Kristóf Bálint)

03.06.2018

Liebe Gemeinde,
jetzt können wir sie wieder hören, die selbsternannten Propheten, die die Favoriten bei der WM in Russland schon lange kennen und vorhersagen, wer wann welches Tor schießen und den Pokal nach Hause tragen wird. Inzwischen muss man es beim „prophezeien“ in diesen Dingen nicht mehr mit einem Kraken, mit zwei Panda-Babys oder mit siri, dem allmächtigen Helfer einer Telekommunikationsfirma aufnehmen, sondern mit einer tauben Katze namens Achilles, dem Maskottchen der WM 2018. Doch wir Menschen stellen ohnehin lieber im Nachhinein fest, mit einem lässigen „ich habe es euch ja immer schon gesagt“. ...

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Predigt zu Jer 31,31-34 am 13.05.2018 in Bad Frankenhausen (Kristóf Bálint)

13.05.2018

Liebe Gemeinde,
unsere Sprache ist sehr beweglich und formbar. Wer Freude an Sprache gewinnt, wird erkennen, dass man mit ihr richtig gestalten kann. Dabei denke ich nicht an Brett-spiele oder an Kreuzworträtsel, bei denen die Aneinan-derreihung und Kombination von Worten besonders wichtig ist. Ich denke vielmehr an die Tatsache, dass Worte vielfältige und unterschiedliche Bedeutung haben können.
Z. B. das Wort Strauß. Da gibt es den Blumenstrauß...

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Predigt zu Act 1,7f im Schlosspark Sondershausen (Karl Weber) am Himmelfahrtstag 2018

09.05.2018

Himmelfahrt. Ein Tag im Mai zwischen Frühlingsgefühlen und Vatertagsfreuden. Viele Väter – und nicht nur die – machen sich auf den Weg ins frische Grün – ob nun mit oder ohne Bollerwagen – und genießen das Leben. Himmelfahrt – das ist ein Tag geschenkter Auszeit. Zeit für ...

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Predigt zu Kol 2,(8-11)12-15 am 08.04.2018 in Oldisleben (Kristóf Bálint)

08.04.2018

Liebe Gemeinde,
in einer Gesellschaft, in der wir fortgesetzt aufgefordert werden Dinge zu konsumieren, damit wir gesamtgesellschaftliches Wachstum befördern und in der es für richtig gilt, Schulden zu machen, wenn sie dem einzelnen nur zu seiner vorgeblichen Glückseligkeit verhelfen, wirkt unser heutiger Predigttext wie aus einer anderen Zeit herausgefallen.
Wir sind bei seiner Kenntnisnahme vor die Entscheidung gestellt, ihn (vorschnell) als alt und überholt abzutun oder uns sorgsam zu fragen, ob er nicht etwas in unserem Leben bewirken will? Für das sorgsam Überlegende bin ich immer zu haben.
Wenn wir uns diesem Text stellen, nehmen wir wahr, dass nur an dieser Stelle der Bibel der Begriff „Schuldbrief“ im Zusammenhang mit der Taufe verwendet wird . Er ist also nicht nur singulär, sondern vor allem ungewöhnlich und verlangt nach Erklärungen, die hinter die Begriffe sehen lassen.
Aus heutiger Sicht ist ein Schuldbrief etwas Ungewöhnliches,...

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