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Newsletter 147

38/2017

Filmabend im Pfarrhaus Oldislebennach oben

Samstag, 18. November 19:00 Uhr

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine persönliche Einladung, um mit GOTT persönlich zu sprechen.
Sie dürften IHN alles fragen und ihn für alles anklagen, was schief gelaufen ist in Ihrem Leben und in der Welt überhaupt.
Der Film, der gezeigt wird, erzählt von so einer Begegnung. Er geht unter die Haut.
Viele Fragen werden aufgewühlt, nicht alle beantwortet.
Aber es ist ein Film, der schon viele Menschen berührt und ihnen Hoffnung gemacht hat.
Lassen Sie sich einladen und berühren.
Nach dem Film können wir gerne in kleiner oder großer Runde ins Gespräch kommen.
Pfarrer Süpke, Oldisleben


Einmal essen macht zweimal sattnach oben

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kirchengemeinden, verehrte Einwohner der Städte Sondershausen und Bad Frankenhausen,
da wir im Herbst 2014, 2015 und 2016 mit unserem Projekt „Einmal Essen macht zweimal satt“ so eine gute Resonanz gehabt haben und auch wirklich viele Spenden für unsern Kinderhilfsfonds bekommen haben, wird es auch in diesem Jahr diese Aktion geben.
Parallel zur Herbststraßensammlung der Diakonie wollen wir am 27. und 28. November 2017 dieses Projekt ähnlich wie in den letzten Jahren durchführen.
Ausgegeben wird dann:
am Montag, 27. November in Sondershausen und
am Dienstag 28. November in Bad Frankenhausen jeweils auf dem Marktplatz.

Ausgabezeit von ca. 11:00 bis 13:30 Uhr.
Mit Vorfreude auf die schmackhafte Soljanka ihr / euer 
Michael Göpfert, Wilhelmstift, Kirchenkreisdiakoniestelle
Schirmherrschaft zum Projekt "Einmal Essen macht zweimal satt"
Hochwind_Antje
Gern habe ich auch 2017 die Schirmherrschaft für das Projekt "Einmal Essen macht zweimal satt" übernommen, denn das Thema Kinderarmut darf auch im Kyffhäuserkreis nicht verschwiegen werden. Deshalb möchte ich Sie um Ihre Unterstützung bitten. Kommen Sie am 27. November nach Sondershausen und am 28. November nach Bad Frankenhausen denn dort wird jeweils von 11:00 – 14:00 Uhr eine warme Suppe ausgegeben, deren Erlöse bedürftigen
Kindern zu Gute kommen.
Helfen Sie mit und zeigen Sie ein Herz für Kinder!
Herzliche Grüße
Ihre Landrätin
Antje Hochwind


Buchlesung mit Caritas Führernach oben

Am 14. November gab es eine ungewöhnliche Autorenlesung im SBZ (Staatliches Berufsschulzentrum) Sondershausen.
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Zirka sechzig Schüler der 12. und 13. Klassen, drei Lehrer und die Direktorin saßen im größten Klassenzimmer der Schule (Aula) und hörten 85 Minuten gebannt einer DDR-Zeitzeugin zu. Jeder hätte eine Stecknadel fallen hören, so aufmerksam waren die Schüler und das zu vorgerückter Tageszeit, in den beiden letzten Stunden des Schultages.

Frau Führer berichtete unter drei Überschriften, mit Beispielen aus ihrem Leben und dem von anderen, von ihrer selbst erlebten Wirklichkeit im, von Margot Honecker straff geführten und organisierten DDR-Schulalltag. Jeden Montag Fahnenapell, jedes Mal militärische Anordnung, Reden, Belobigung und Tadelung einzelner vor den „Klassenverbänden“, die in Reih und Glied ausgerichtet, mit zackiger Meldung, „Augen gerade aus“, Hände an der Hosennaht, die rechte Hand zum Pioniergruß an den akkurat gezogenen Scheitel, bedeckt vom Käppi, gehoben, standen. Militarisierung der Kleinsten im sozialistischen Schulalltag. Wer aus der Reihe tanzte wurde bestraft – durch Nichtteilnahme an den Bastelnachmittagen, Ausflügen, dadurch, dass sie nicht zur Mathematikolympiade des Bezirks fahren durfte, weil sie nicht bei den Pionieren war – obwohl Siegerin aller Vorentscheide. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Nach einer Einführung in ihre eigene Biographie, wandte sich Frau Führer der militärischen Erziehung in der DDR und im Schlussteil der Ausgrenzung von nicht angepassten Schülern zu. Für Jugendliche der heutigen Zeit, die gewohnt sind sich überall hin frei bewegen zu können, die keine Reiseerlaubnis benötigen um z.B. nach Ungarn, ins Sozialistische Weltgebiet, fahren zu dürfen (geschweige denn nach Frankreich, ins Nichtsozialistische Weltgebiet), eine fast nicht nachvollziehbare Wirklichkeit.
Im Schulalltag heutiger Zeit, so konstatierten Lehrer, sorgt die Fülle des Lehrplans oft dafür, dass die DDR-Zeit allenfalls genannt und nicht behandelt wird. Vielleicht in der irrigen Annahme, dass dies ja durch die Elternhäuser geschieht. Doch dort hören die Jugendlichen zumeist noch (n)ostalgisch verklärte Berichte, von der schönen DDR-Zeit, dem Zusammenhalt (der ja aus der Not geboren war, aus Mangel an notwendigen Dingen, dem Bestreben, möglichst viele Beziehungen zu haben, um an Waren zu kommen, die heute jeder ohne Anzustehen im Laden kaufen kann), den Brigadefeiern, von den Kindergartenkindern, die alle gleichzeitig aufs Töpfchen gingen und schon dort erlebten, dass Gemeinschaft überall das wichtigste ist … nur ja nicht aus der Reihe tanzen.
Dass die Ostalgie einseitig ist und nicht die ganze Wirklichkeit abbildet, wurde nach dem Vortrag deutlich, als Umstehende sagten, dass sie von diesen, von Frau Führer berichteten Dingen noch nie etwas gehört haben. So baute sich ein umfassenderes Bild auf, da Frau Führer auch sehr differenziert in diese Zeit einführte, wenn auch mit dem Fingerzeig auf den repressiven Alltag der Kinder. Wer nicht Pionier und damit „jüngster Helfer der Partei“ werden wollte, der hatte kaum Chancen auf das Abitur oder einen Studienplatz. Wer die Waffe nicht in die Hand nehmen wollte und Bausoldat wurde oder den Wehrdienst insgesamt verweigerte, der wurde nicht Student an einer staatlichen Hochschule und/oder fand sich im Gefängnis wieder. Auch die schweren Gewissensnöte der Entscheidung, ob Jugendweihe oder Konfirmation gefeiert werden sollte, wurden sehr authentisch von ihr beschrieben.
Am Ende stand der Dank der Anwesenden für das offene Wort und die Idee, im nächsten Jahr eine Fortsetzung in den Blick zu nehmen. Denn, so wissen wir ja schon jetzt, wer sich nicht (selbst)kritisch mit seiner Geschichte auseinandersetzt, ob nationalsozialistische Diktatur oder „Diktatur des Proletariats“, der begeht die dort gemachten Fehler wieder. Schon die Tatsache, dass heute wieder Krieg für ein Mittel zur Lösung von Konflikten angesehen wird, lässt angesichts der Millionen Toten im zweiten Weltkrieg erschaudern.
Wer sich mit dieser Geschichte auseinandersetzten will, dem sei das Buch „Die Montagsangst“ von Caritas Führer sehr ans Herz gelegt, zur eigenen Lektüre und zum Verschenken.


KinderBibelTage in Holzthalebennach oben

Stein auf Stein. Stück für Stück. Wir bauen eine Lego-Stadt. Machst du mit? Stein auf Stein. Stück für Stück. Auf jedes Steinchen kommt es an. Hey! Mach mit!
So schalten die ersten Zeilen des Liedes durch das Bürgerhaus in Holzthaleben, welches uns das ganze Wochenende begleitete. Tauschende kleine und große Legosteine wurden vom 10. - 12.11.2017 zu großen Türmen, wie den ADAC-Tower und der Y-Tower, sowie zu mehreren Traumhäusern verbaut.

Auch die Feuerwehr, Polizei, Flughafen, und Bahnhof durften nicht fehlen. In der Mitte unserer Stadt gab es natürlich auch eine Kirche und zur Erholung lud das Strandhaus ein.

Doch es wurde nicht nur gebaut. Wir hörten auch gemeinsam auf Baugeschichten in der Bibel. Wie Noah seine Arche errichtete, der Tempel entstand oder die Menschen in Babel ihren Turm nicht fertigbekamen.
Als am Samstagabend dann alles stand, waren alle glücklich und auch ziemlich müde. Denn so ein Bauwochende ist ziemlich anstrengend. Doch die Arbeit hat sich gelohnt.

Am Sonntag feierten wir mit Groß und Klein einen Familiengottesdienst in der St. Peter und Paul Kirche in Holzthaleben und luden anschließend zur Stadtbesichtigung mit kulinarischer Beilage ein. Stolz konnte jedes Kind sein Bauwerk präsentieren.

Ein großes Dankeschön geht an unsere Küchenfeen, Jutta Vahl und Helga Esser. Dank ihnen musste kein Bauarbeiter hungrig ans Werk gehen und die Küche war immer sauber und aufgeräumt. Vielen Dank. Ein Dankschön geht auch an die Vorkonfirmanden und Konfirmanden des Regionalpfarramtes Ebeleben-Holzthaleben, die als Mitarbeiter mit dabei waren. Durch ihre tatkräftige Unterstützung wurde jedes Haus, jeder Turm zum Traumhaus. Auch dafür vielen Dank. Und natürlich nicht zu vergessen auch an die Kinder selbst, die mit ihrer Begeisterung jedem im Raum ansteckten und eine wunderschöne Stadt errichtet haben.

Weitere Bilder in der Bildergalerie


St. Martinsfeiernach oben

Die Martinsfeier fand in diesem Jahr am 11. November in der St. Vitus- Kirche zu Großmehlra statt. Zu Anfang begrüßte
die Ordinierte Gemeindepädagogin Viktoria Rode die zahlreich erschienenen Kinder mit ihren Eltern und Großeltern; mit 126 Teilnehmenden war die Kirche sehr gut gefüllt. Anschließend spielten die Kinder der Bastelgruppe ein Martinsspiel, in dem auch der Martinsmantel geteilt wurde und der arme Bettler am Straßenrand durch den römischen Offizier Martin vor dem Erfrieren gerettet wurde.

Die Geschichte wurde durch das gemeinsame Singen von Strophen des Martinsliedes, begleitet vom Posaunenchor der Familie Thoß, umrahmt.

Im Anschluss daran fand der diesmal ziemlich lange Laternenumzug durch das Dorf statt, der durch dem Posaunenchor angeführt wurde. 

 Die freiwillige Feuerwehr mit jungen Männern und Frauen aus Großmehlra und Obermehler sicherte den Umzug in bewährter Weise ab.
Nach dem Laternenumzug wurden in der Kirche die Martinsbrezeln geteilt und heiße Getränke gereicht.

Die Kirchenältesten bedanken sich bei dem Posaunenchor, der Freiwilligen Feuerwehr, den Brezellieferanten und allen anderen engagierten Helfern.

Weitere Bilder in der Bildergalerie


Emporen wieder nutzbar gemachtnach oben

Zu einer Projektbesichtigung lud die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Kyffhäuser e.V. in die Kirche nach Wolferschwenda. Mit dessen finanzieller Unterstützung im Rahmen eines LEADER-Projektes konnten die Statik sowie die Böden der Emporen verstärkt und erneuert werden. Auch für neue Innentreppen und die Verschalung noch offener Gaupen reichten die Gelder, welche sich aus weiteren Mitteln des Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen, des Kirchgemeindeverbandes Greußen-Großenehrich und dem Dorfkulturverein zusammen setzten. Aber ohne die Zuwendung in Höhe von ca. 14.000 € vom Freistaat Thüringen und vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wäre diese Baumaßnahme nicht realisierbar gewesen. Neben der Vereinsvorsitzenden der RAG, Landrätin Frau Antje Hochwind, die das ehrenamtliche Engagement der aktiven Dorfgemeinschaft und das sehr gute Zusammenspiel zwischen Kirchgemeinde und Dorfkulturverein besonders hervorhob und würdigte, gesellten sich weitere Vertreter des Landkreises und Mitglieder der Regionalen Aktionsgruppe Vertreter des Kirchenkreises, wie Superintendent Bálint, der Kirchgemeinde, der politischen Gemeinde sowie des unterstützenden Dorfkulturvereins zur Besichtigung. Fachliche Fragen zur Bauausführung und der baulichen Geschichte der Kirche beantworteten Frau Angermann vom betreuenden Architekturbüro und Herr Huke vom bauausführenden Handwerksunternehmen.
Der Vorsitzende des Dorfkulturvereins erläuterte den Besuchern mit einer Bilderpräsentation die bereits durchgeführten Arbeiten und umgesetzte Nutzungsmöglichkeiten des denkmalgeschützten Gebäudes. Das erweiterte Nutzungskonzept kirchlicher und kultureller Art der Kirchgemeinde und des Vereins, unter Einbeziehung der Kinder sowie aller Generationen, punktete auch bei den anwesenden Besuchern. So soll neben Gottesdiensten, Familienfesten, Konzerten u.ä., auf den Emporen eine heimatkundliche Ausstellung zur ländlich geprägten Ortsgeschichte entstehen.
Hierzu hatte der Ortschronist schon zwei Schautafeln zum Ort und des Freistaates angefertigt und präsentiert.
Das Kirchgebäude soll nach jahrelangem Dornröschenschlaf wieder ein lebendiger Ort für alle Generationen werden. Die Gestaltung kulturellen Lebens auf dem Land und die Bewahrung der geschichtlichen Zeitzeugen sowie die Weitergabe an nächste Generationen ist der angestrebte Handlungsschwerpunkt.
Mit verschiedensten Aktionen und Veranstaltungen sollen die Traditionen und regionales Brauchtum gepflegt sowie das nachbarschaftliche Zusammenleben gefördert werden. Mit aktiven Dorfgemeinschaften die Lebensqualität verbessern und mit einer positiven Gesamtentwicklung des Ortes, dessen Identität und Zukunft erhalten. All das konnte man während der Besichtigung erfahren und erleben, was so manchem Besucher imponierte. Fazit des Termins war es, dass die aktuellen und zukünftigen Baumaßnahmen gewiss zu einer Verbesserung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens beitragen werden. So wurde nicht nur den Finanzierenden, sondern auch den Akteuren vor Ort gedankt und ihnen viel Erfolg für weitere Projekte gewünscht.
Nach vielen interessanten Gesprächen zwischen den verschiedenen Besuchern ging dieser Termin mit neuen Anregungen zu Ende.

Bilder in der Bildergalerie

 


Geh Deinen Weg mit ihmnach oben

In dieser Woche war auf Einladung des Kirchenkreises eine Autorin im Landkreis unterwegs, die bisher nicht viele Menschen kennen, sie aber kennen sollten. Eine zierliche Frau, die ausgesprochen authentisch über ihre Erfahrungen im DDR-Schulalltag berichtete: Caritas Führer. Sie las aus Ihrem Buch „Die Montagsangst“. Es hat wohl erst des Machtwortes des Ministerpräsidenten bedurft, dass das Thema auf die Agenda der Schulen kam. Oft werden Themen wie französische Revolution und Nationalsozialismus so gründlich behandelt, dass für die jüngere Geschichte, die Zeit der Diktatur des Proletariats, nicht viel bis gar keine Zeit bleibt. Eine fatale Tatsache. Was wir nicht intensiv reflektieren, dass holt uns ein und wir machen die gleichen Fehler wie zuvor. Das ist beim Umgang mit der Diktatur davor bis heute wahrnehmbar.
Eine der Veranstaltungen war am Dienstag eine Lesung vor ca. 60 Gymnasiasten im SBZ. Schüler, die oft nach wenigen Minuten unruhig auf ihren Stühlen hin und her rutschen, saßen geschlagene 85 Minuten und hörten still zu. Biografisch unterlegt wurde Geschichte und eine Seite des DDR-Schulsystems lebendig, die oft und gern verschwiegen wird. Frau Führer erzählt in dem Buch aus der Perspektive einer Zehnjährigen. Sie schildert die Sicht einer unangepassten Pfarrerstochter, die ausgegrenzt wurde, weil sie nicht zur „jungen Garde des Proletariats“ gehören wollte. Sie bekannte sich zu Gott, sah in ihm ihren „Schild“ und brauchte „kein Schwert der Partei“. Wie ihre fünf Geschwister ging sie den geraden Weg, sprach nicht im Elternhaus dies und in der Schule das, sondern über alle Ihre Meinung. Das war ihr Weg, den ihr jeder Anwesende abnahm. Die Kraft dazu hatte sie nicht aus sich, sie wuchs ihr aus dem Glauben zu. Einem Geschenk für den, der sich darauf einlässt. Denn Gott hat sich auf uns schon eingelassen. Selbst auf den, der Mitläufer war, der sein Mäntelchen früher nach dem Wind hängte und deshalb jetzt verschämt schweigen möchte oder die Zeit verdrängt.
Ein gesegnetes Wochenende,
Ihr Superintendent K. Bálint


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