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Aktuelles aus den Kirchengemeinden

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19.02.2020

Einführungsgottesdienst Helbe-Notter

Helbe-Notter Regionalgottesdienst

Gut, dass wir einander haben

Regionsgründung „Helbe-Notter“ und Pfarramtseinführungen würdig begangen

Am dritten Sonntag nach Epiphanias fand in der vollbesetzten St. Bartolomäus-Kirche zu Ebeleben, also an symbolträchtiger Stelle des ehemaligen Suptur-Sitzes, aus zweierlei Gründen ein besonderer Gottesdienst statt.

Einen Anlass bildete die Gründung der „Region Helbe-Notter“, die mit der Auflösung der bisherigen Regionalpfarrämter Körner-Menteroda-Schlotheim und Ebeleben-Holzthaleben ab 1. Januar 2020 konstituiert wurde. Wie Pfarrer Sebastian Kropp in seiner Ansprache berichtete, wird die „Region“ gebildet aus den Gemeinden der Pfarrbereiche Körner-Menteroda, Ebeleben-Schlotheim sowie Holzthaleben. Das als Zwiegespräch mit dem Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats Körner, Markus Wiesenfarth, aufgebaute Intro erstaunte und überraschte die Gemeindemitglieder, was gleich zu Beginn zu einer wunderbaren fröhlich-heiteren Stimmung beitrug, die sich durch den gesamten Gottesdienst ziehen sollte. Alle Gemeinden der Region wurden anschließend aufgerufen und ihre Vertreter versammelten sich mit Schildern, die die Namen der Predigtstätten aufführten, im Altarraum. In den Kanon „Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn“, der von den anwesenden Gemeindegliedern aus Schlotheim angestimmt wurde, stimmten nach und nach alle anderen Gemeinden in der Reihenfolge, in der die Schilder mit ihren Namen angehoben wurden, mit ein, bis der frohe Schall in der gesamten Kirche ertönte und so zum akustischen Sinnbild des Zusammenwachsens wurde.

Der zweite Anlass für den Festgottesdienst war durch die Amtseinführungen von Pfarrerin Dr. Katharina Freudenberg und Pfarrer Dirk Sterzik markiert, die Superintendent Kristóf Bálint vollzog. Pfarrerin Freudenberg bekleidet nun eine Viertel Pfarrstelle in Ebeleben sowie eine halbe Stelle im Kirchenkreis für familienorientierte Arbeit. Pfarrer Sterzik ist einerseits zuständig für die Dörfer Allmenhausen, Rockstedt und Rockensußra und übernimmt andererseits mit einer halben Stelle Religionsunterricht in verschiedenen Schulen des Kirchenkreises und benachbarten Gemeinden.

In ihrer Predigt widmete sich Pfarrerin Freudenberg dem Thema „Sehnsucht“. Die Sehnsucht nach Gottes Liebe und der „Gemeinschaft der Heiligen“ ist ein Leitmotiv ihrer Arbeit, kann aber auch als Überschrift für das Zusammenwachsen der Gemeinden gesehen werden, aus denen die Region Helbe-Notter gebildet wird. Der Aufbruch, der durch die Beschlüsse der Kreissynode ins Werk gesetzt wurde, wird im Rahmen einer nun beginnenden konzeptionellen Phase in unterschiedlichen Zusammenhängen und bei unterschiedlichen Gelegenheiten den Fragen nach der eigenen Sehnsucht und der individuellen Wunschvorstellung nach einer lebendigen Kirche Raum geben. Wie bei einem Puzzle, das sowohl in der Kirche aufgebaut war, als auch die Einladung zum Gottesdienst zierte, müssen nun einzelne Puzzle-Stücke zusammengesetzt werden, bis sich ein schönes Bild ergibt. Im Falle der Einladung ist dies ein keimendes Pflänzchen, das von einer Hand mit lebenswichtigen Wassertropfen benetzt wird.

Dieser Neuanfang bedeutete allerdings auch Abschied von Pfarrerin Eilice Neuland, die neben ihrer Tätigkeit im Pfarrbereich Holzthaleben die Vakanzvertretung für Ebeleben übernommen hatte und sich nun wieder verstärkt ihrem eigenen Pfarrbereich und der Arbeit in der Region widmen kann. Der Gemeindekirchenrat Ebeleben verabschiedete Pfarrerin Neuland im Gottesdienst mit den besten Wünschen und großem Dank für ihren Einsatz.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den gemeinsamen Auftritt verschiedener Chöre der Kirchengemeinden, die bereits seit längerem auf eine gedeihliche Zusammenarbeit zurückschauen können und damit beispielgebend für das Zusammenwirken unter dem Dach christlicher Gemeinschaft in der Region sein können.

Im Anschluss an den Gottesdienst fanden sich rund 100 Besucher im Gemeindesaal zu Kaffee und Kuchen zusammen, so dass auch dieser Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Hier wurde unter allen Anwesenden Brot und Salz mit den besten Segenswünschen für die neu in ihr Amt eingeführten Pfarrer geteilt. Der Superintendent überreichte Frau Freudenberg eine von der Diakonie Doppelpunkt getöpferte Giraffe als Sinnbild dafür, immer den Überblick zu behalten, während Pfarrer Sterzik ein getöpfertes Windlicht in Kugelform mit äußerem Kirchenbild erhielt, das die Schönheit unseres Kirchenkreises und seinen Reichtum an herrlichen sakralen Gebäuden symbolisieren soll.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Gottesdienst vorbereitet und mitgestaltet haben sowie den vielen fleißigen Helfern und Kuchenbäckern, die alle Gemeindeglieder aus nah und fern nach dem Gottesdienst mit Kaffee und verschiedenem Backwerk, besser gesagt: Konditor-Leckereien bestens versorgten.

Sophie Voget

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