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Predigten

24.06.2018
Predigt zu Act 19,1-7 am 24.06.2018 in Oldisleben (Kristóf Bálint)

Liebe Gemeinde,
in unserer heutigen Zeit gibt es eine um sich greifende Form von nicht wahrgenommener Vergiftung, die sich schleichend und fast unmerklich unserer bemächtigt und ganz heimlich still und leise unsere Gesellschaft verändert: die Seuche des schnellen Wortes.
Was meine ich damit?
Die technikbasierte Wirklichkeit unserer Zeit macht es möglich, in wenigen Sekunden einen Großteil der Welt von seiner Meinung Kenntnis zu geben. Es passiert etwas und Sekunden später gibt es auf Facebook, Twitter und all den anderen sogenannten „sozialen Medien“ eine Fülle von Kommentaren. Das reicht von großer Anteilnahme durch Wort und Smilies für eine humpelnde Katze bis zu bissigen und hasserfüllten Kommentaren für ein im Mittelmeer ertrunkenes Flüchtlingskind....

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17.06.2018
Predigt zum Gemeindefest in Winkel am 17.06.2018 (Pfarrer Martin Weber)

Predigt Ez 18
Move 1 Das Sprichwort
Und des Herrn Wort geschah zu mir: Was habt ihr unter euch im Lande für ein Sprichwort:
„Außen hui, innen pfui“
(...)

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16.06.2018
Andacht zum Sommerkonzert in Mittelhausen am 16.06.2018 (Pfarrer Martin Weber)

Andacht Sommerkonzert in Mittelhausen
Liebe Gäste,
Wie schön ist es, dem Herrn zu danken – deinen Namen, du Höchster, zu besingen!
3 Morgen für Morge (...)

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10.06.2018
Predigt zum Familiengottesdienst am 10.06.2018 in Menteroda (Viktoria Rode)

Zeit für dich…

Die letzten Wochen waren sehr intensiv. Jeder Tag war angefüllt von wunderbaren Ereignissen. Er hatte die Energie erstaunliche Dinge zu leisten - die weder e (...)

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10.06.2018
Predigt zu I Kor 14,1-3.20-25 am 10.06.2018 in Bad Frankenhausen (Kristóf Bálint)

Liebe Gemeinde,
jeder von uns kennt vermutlich dieses Gefühl: „Ich verstehe nur Bahnhof“. Da redet einer mit mir und ich kann mich mühen, wie ich will, ich verstehe ihn nicht. So ein „Aneinandervorbeireden“ muss nicht einmal etwas mit der Sprache, mit seinem Nuscheln oder meiner Schwerhörigkeit zu tun haben. Es fehlt uns manchmal an Vorwissen, um etwas zu verstehen, oder wir bleiben an einem Wort hängen, das uns unbekannt ist und überhören den Rest des Gesprochenen. Manchmal verstehen wir eben nur „Bahnhof“. Auch im Gottesdienst wird geredet…

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03.06.2018
Predigt zu Jer 23,16-29 am 03.06.2018 in Niederspier (Kristóf Bálint)

Liebe Gemeinde,
jetzt können wir sie wieder hören, die selbsternannten Propheten, die die Favoriten bei der WM in Russland schon lange kennen und vorhersagen, wer wann welches Tor schießen und den Pokal nach Hause tragen wird. Inzwischen muss man es beim „prophezeien“ in diesen Dingen nicht mehr mit einem Kraken, mit zwei Panda-Babys oder mit siri, dem allmächtigen Helfer einer Telekommunikationsfirma aufnehmen, sondern mit einer tauben Katze namens Achilles, dem Maskottchen der WM 2018. Doch wir Menschen stellen ohnehin lieber im Nachhinein fest, mit einem lässigen „ich habe es euch ja immer schon gesagt“. ...

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13.05.2018
Predigt zu Jer 31,31-34 am 13.05.2018 in Bad Frankenhausen (Kristóf Bálint)

Liebe Gemeinde,
unsere Sprache ist sehr beweglich und formbar. Wer Freude an Sprache gewinnt, wird erkennen, dass man mit ihr richtig gestalten kann. Dabei denke ich nicht an Brett-spiele oder an Kreuzworträtsel, bei denen die Aneinan-derreihung und Kombination von Worten besonders wichtig ist. Ich denke vielmehr an die Tatsache, dass Worte vielfältige und unterschiedliche Bedeutung haben können.
Z. B. das Wort Strauß. Da gibt es den Blumenstrauß...

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09.05.2018
Predigt zu Act 1,7f im Schlosspark Sondershausen (Karl Weber) am Himmelfahrtstag 2018

Himmelfahrt. Ein Tag im Mai zwischen Frühlingsgefühlen und Vatertagsfreuden. Viele Väter – und nicht nur die – machen sich auf den Weg ins frische Grün – ob nun mit oder ohne Bollerwagen – und genießen das Leben. Himmelfahrt – das ist ein Tag geschenkter Auszeit. Zeit für ...

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08.04.2018
Predigt zu Kol 2,(8-11)12-15 am 08.04.2018 in Oldisleben (Kristóf Bálint)

Liebe Gemeinde,
in einer Gesellschaft, in der wir fortgesetzt aufgefordert werden Dinge zu konsumieren, damit wir gesamtgesellschaftliches Wachstum befördern und in der es für richtig gilt, Schulden zu machen, wenn sie dem einzelnen nur zu seiner vorgeblichen Glückseligkeit verhelfen, wirkt unser heutiger Predigttext wie aus einer anderen Zeit herausgefallen.
Wir sind bei seiner Kenntnisnahme vor die Entscheidung gestellt, ihn (vorschnell) als alt und überholt abzutun oder uns sorgsam zu fragen, ob er nicht etwas in unserem Leben bewirken will? Für das sorgsam Überlegende bin ich immer zu haben.
Wenn wir uns diesem Text stellen, nehmen wir wahr, dass nur an dieser Stelle der Bibel der Begriff „Schuldbrief“ im Zusammenhang mit der Taufe verwendet wird . Er ist also nicht nur singulär, sondern vor allem ungewöhnlich und verlangt nach Erklärungen, die hinter die Begriffe sehen lassen.
Aus heutiger Sicht ist ein Schuldbrief etwas Ungewöhnliches,...

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01.04.2018
Predigt zu I Sam 2,1f.6-8a am 01.04.2018 in Großmehlra (Kristóf Bálint)

Liebe Gemeinde,
schon die Kirchenväter haben am Ostersonntag am Beginn der Predigt einen Witz erzählt und damit verdeutlichen wollen, der Ernst der Fastenzeit nun vorbei ist. Jetzt herrscht wieder Freude. Es darf wieder gelacht werden. Und ebenso will ich es heute halten:
Eine Schnecke kommt in einem unwegsamen Wald an die Tür eines einsamen Einsiedlers und klopft an die Tür. Der Einsiedler öffnet die Tür, sieht niemand und erst als er die Tür schließen will, fällt ihm die Schnecke auf. Er hebt sie auf und wirft sie weit weg. Nach einem Jahr klopft es neuerlich, jetzt wütend an der Tür. Der Einsiedler öffnet und die Schnecke fragt wütend: ....

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01.04.2018
Predigt zu I Sam 2,1f.6-8a am 01.04.2018 in Sondershausen (Karl Weber)

Ich möchte euch von einer Frau erzählen – heute am Ostersonntag. Sie lebte vor vielen tausend Jahren – tausende Jahre vor Jesus. Tausend Jahre vor Ostern. Ich möchte euch von einer Frau erzählen – heute am Ostersonntag denn sie erlebt einen Auferstehungsmoment. Am eigenen Leib.
Ich möchte von einer Frau erzählen – heute am Ostersonntag. Hanna heißt sie. Und auf einmal steht sie auf. Streckt ihren Rücken. Erhebt ihren Kopf. Steht plötzlich aufrecht. Ewigkeiten lang ging sie beugt. Aber heute ist sie ganz gerade. Aufrecht. Und stark.
Sie hebt ihren Kopf. Schaut nach oben in den Himmel. Für sie ist das wie Auferstehung. Denn jahrelang hat sie Kopf hängen lassen. Monat für Monat ein Stück mehr. Aber heute strahlen ihre Augen. Wie die Frühlingssonne. Fröhlich und stolz.
Sie steht aufrecht. Den Himmel fest im Blick. Und plötzlich findet sie wieder Worte. Heute hat sie Worte, wo vorher nur Schweigen war.
Heute kann sie jubeln und beginnt zu singen. Sie schenkt uns Auferstehungsworte – heute am Ostersonntag. Ihr Auferstehungslied ist unser Predigttext am heutigen Festtag.
„Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn....

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01.04.2018
Predigt 'das Grab und die Rose' am 01.04.2018 in Allstedt (Martin Weber)

Ich bin uralt, eine halbe Tonne schwer. Man hat mich aus dem Berg herausgeschlagen, mich in Form gebracht. Woher ich komme weiß ich nicht mehr. Aber jetzt bin ich hier. Ich höre das laute Sprechen von Männern. Ich höre das schluchzen von Frauen und Männern. Sie sprechen leise davon, dass sie traurig sind. Das einer gestorben ist, den sie Lieb hatten.
Neben mir ist eine Höhle. Dort hinein wird der Leichnam gelegt. Letzte Worte. Dann werde ich bewegt. Ich werde gerollt. Mehrere Hände rollen mich vor die Höhle. Ich bin der Stein der die Höhle verschließt. Aus und vorbei. Alle gehen, bis auf zwei Wachen die gelangweilt vor dem Grab Wache schieben. Hinter mir. Tief im inneren ist es still. Der Mensch und alles was er war ist fort. Totenstille.
Vor dem Grab ist es steinig und trocken...

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31.03.2018
Predigt zu Hebr. 9,15.26b-28 am 30.03.2018 in Oldisleben (Reinhard Süpke)

Liebe Gemeinde,
sicher haben Sie schon von den „Sieben Weltwundern“ gehört. Sie wurden auch „die sieben Sehenswürdigkeiten des bewohnten Erdkreises“ genannt.
450 Jahre vor Christus hat ein Geschichtsschreibe Herodot sie beschrieben. Diese Bauwerke müssen so einmalig und einzigartig gewesen sein, dass die Menschen davon erfahren mussten: „Da müsst Ihr unbedingt hin. Das müsst Ihr unbedingt mal gesehen haben. Das ist einmalig schön, das ist was Vollkommenes!“
Von der ersten Liste der sieben Weltwunder sind nur noch die Pyramiden von Gizeh zu sehen. Es gibt neue Listen, mit denen heute für den Tourismus geworben wird: „Das musst Du gesehen haben, bevor Du stirbst!“
Ehrlich: Ich würde die Pyramiden auch gerne mal sehen. Aber ich von den „Sieben Weltwundern“ sind gehören sechs schon der Vergangenheit an. Und die Pyramiden sind zwar gewaltige, einmalige Bauwerke. Da kann man nur stauen, was Menschen zustande gebracht haben. Dennoch sind sie nichts weiter als Gräber. Nichts weiter als Zeichen der Vergänglichkeit. ...

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30.03.2018
Predigt 'Es ist vollbracht' am 30.03.2018 in Allstedt (Martin Weber)

Es ist vollbracht. Stille legt sich über Golgatha. Die Hingerichteten werden entfernt. Das große Fest ist Nahe und den Leichen, die normalerweise zur Abschreckung hängengeblieben wären, bleiben weitere Demütigungen erspart.
Die Kreuze werden umgestoßen. Ein Knall der über den Platz halt, als das Kreuz mit dem Körper auf den Boden knallt. Nicht dass es die Toten, noch stören würde. Sie haben es hinter sich.
Einer von den, die da am Werk sind, einer der Legionäre, ist im Geist abwesend. ES IST VOLLBRACHT. Dieser Satz schwirrt durch seinen Kopf. Hinter ihm an der Wand steht noch der Speer mit dem er festgestellt hat, ob der Gekreuzigte wirklich tot ist...

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30.03.2018
Predigt zu Hebr. 9,15.26b-28 am 30.03.2018 in Bad Frankenhausen (Kristóf Bálint)

Liebe Gemeinde,
unser heutiger Predigttext ist von der Art, die manchem Fremden und auch manchem Christen den Glauben schwer macht. Nicht weil er lebensfeindlich wäre, nicht weil er in irgendeiner Art von Gestern wäre, sondern weil er eine Theologie vertritt, mit der immer weniger Menschen etwas anfangen können.
Das liegt zum einen daran, dass wir das Sterben nicht mehr recht in unser Leben zu integrieren gewöhnt sind und Sterbende oft aus dem Bereich des Lebens hinausgedrängt bzw. in Krankenhäuser oder Pflegeheime abgegeben/ abgeschoben werden .
Der Tod gehört kaum mehr zu unserer gesellschaftlichen Realität, auch wenn er uns fortgesetzt begegnet – auf Zugschienen, an Straßenrändern, mitten im Alltag am Bäckerstand oder auf der Parkbank .
Dennoch passt der Tod nicht ins Bild, Alte und Gebrechliche sind nicht en Vogue, nur ja nicht mit dem Vergänglichen befassen. ...

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