Newsletter 35

05/2015

Einladung zu einem Benefizkonzert

zugunsten der Orgeln am 21. März in der St. Michaeliskirche Menteroda und am 22. März in der St. Benedicti-Kirche Westerengel 
Menteroda orgel
Was tun, wenn die Orgel schweigt oder dieses unmittelbar bevorsteht?
Dann sollten die in Aktion treten, die das Instrument am dringendsten brauchen, nämlich die Organisten selbst – so dachten die hauptamtlichen Kirchenmusiker/innen des Ev.-Luth. Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen und studierten gemeinsam ein Programm ein, das von Werken der Renaissance über Barock und Romantik bis hin zu Abba reicht. Als besonderen Leckerbissen gibt es die Motette „Lobet den Herrn“ von J.S. Bach zu hören. Auch auf dem Kirchenkreiskirchentag 2011 in Sondershausen waren sie zu hören, ergänzt durch Esther Fauß. Diese ist Pfarrerin in Greußen, aber auch die Ehefrau von Kreiskantor Andreas Fauß und lernte diesen in den 90er Jahren bei der C-Ausbildung für nebenamtliche Kirchenmusiker kennen. Damals wollte sie noch, wie er, Musik studieren, entschied sich aber doch für die Theologie. Die Musik fehlt ihr aber, und so gibt es nun die Möglichkeit, gemeinsam zu musizieren, und das auch noch für einen guten Zweck!
Auch die Helfenbein-Orgel in Menteroda und die Maul-Orgel in Westerengel brauchen dringend finanzielle Unterstützung, um endlich eine Ausreinigung und Generalüberholung über sich ergehen lassen zu können.
Deshalb tritt das Kantorenquartett+1 am Samstag, den 21.03.2015 um 16.30 Uhr in der Kirche in Menteroda sowie am Sonntag, den 22.03.2015 um 16.30 Uhr in der Kirche Westerengel jeweils bei freiem Eintritt auf, um Spenden zu sammeln.

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„Das wünsch ich Dir!“ – der Liedergottesdienst.

„Singet dem HERRN ein neues Lied!“ fordert der Psalm 98 auf. Dieser Aufforderung wird seit Jahrhunderten Folge geleistet. Von den Psalmtexten bis zu den Liedern von Paul Gerhardt, von den Orgeln bis zu den Posaunenchören, von Harfenklängen bis Flötentönen.
Aber auch in neuerer Zeit schreiben Christen neue Lieder. Eine kleine Auswahl solcher Lieder zum Mitsingen und Anhören können Sie am Sonntag, den 22. März 2015 15:30 Uhr im Gemeindesaal in Oldisleben kennenlernen. Aber es ist nicht einfach ein Konzert, es ist ein Gottesdienst. Wir werden gemeinsam erfahren, wie Gottesdienste mit musikalischen Elementen aus neuerer Zeit fröhlich und festlich gefeiert werden können. Gestaltet wird dieser Gottesdienst von dem Liedermacher Wolfgang Tost aus Neukirch bei Chemnitz, (Gesang und Gitarre), Katharina Bilz am Saxophon und Pfarrer Reinhard Süpke (Gesang und Gitarre.) Lassen Sie sich einladen, mitzusingen.

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Neue Pfarrerin beginnt Ihren Dienst – Großenehrich endlich wieder besetzt

Am 29.März gibt es Grund zum Feiern. Eine fast 19-monatige Vakatur findet ihr Ende.
In dieser Zeit des „verwaisten“ Pfarrsitzes in Großenehrich, musste Vieles getragen und manchmal auch ertragen werden. Doch auch Gaben wurden entdeckt. Menschen brachten sich ein, die vorher nicht so sehr im Blick waren, so dass der Spruch, „dass auch das Schlechteste noch etwas Gutes hat“, sich als wahr erwies.
Die Zeit ohne Pfarrer haben zuerst Gemeindepädagogin Pavlicek und nach ihrer Erkrankung Superintendent Bálint überbrückt. Das war nicht nur ob der großen Entfernung ein anspruchsvolles Unterfangen, das auch nur deshalb zu leisten war, weil sich Kirchenälteste fanden, die sich überaus engagiert einbrachten und halfen. Zudem fassten Pfarrerin Fauß und Pfarrer Reim zu, wo sie nur konnten und auch Lektor Seidel hielt viele Gottesdienste.
Die Kirchenältesten der Kirchengemeinde Großenehrich (acht Orte in einer Kirchengemeinde Großenehrich: Abtsbessingen, Bellstedt, Freienbessingen, Großenehrich, Rohnstedt, Thüringenhausen, Wenigenehrich und Wolferschwenda) und die Kirchenältesten der weiteren fünf Kirchengemeinden (Bliederstedt, Clingen, Otterstedt, Wasserthaleben und Westgreußen) haben mit Ihrem großen Engagement Vieles ermöglicht, was sonst nicht möglich gewesen wäre. So lassen sich beispielsweise derzeit sechs Gemeindeglieder zu Lektoren ausbilden, um bei Notwendigkeit vollumfängliche Gottesdienste halten zu können.
Vakanzen sind meist „Dürrezeiten“, denn die Gottesdienste werden neben dem sonstigen Programm des jeweiligen Pfarrers zusätzlich von ihm gehalten. In manchen Orten gab es dennoch mehr Gottesdienste als in den Jahren zuvor, was die Gemeindeglieder dankbar registrierten und vom „Aufblühen“ mancher Bereiche sprechen ließ.
Selbst Kirchen, vor 10 bzw. 25 Jahren geschlossen, wurden wieder geöffnet, sogar unter Beteiligung des MDR-Fernsehens am Karfreitag letzten Jahres in Thüringenhausen. Der Dorfkulturverein in Wolferschwenda hat inzwischen die St. Nikolaus-Kirche in Wolferschwenda frei geräumt, so dass beispielsweise Gottesdienst am Heiligen Abend gefeiert werden konnte.
Vieles, was kaum jemand für möglich hielt, wurde in der Zeit der Vakanz geschaffen, wofür die Gemeindeglieder den engagierten Pfarrern sehr dankbar sind.
Nun mischt sich die Dankbarkeit aber mit großer Freude, denn die Pfarrstelle Großenehrich bekommt wieder einen Pfarrer, genauer gesagt eine Pfarrerin. Frau Inge Theilemann wird am 29. März um 14 Uhr in der St. Crucis-Kirche zu Großenehrich in einem Gottesdienst eingesegnet.
Alle zwanzig Orte des Regionalpfarramtes und alle anderen des Kirchenkreises und von weiterher sind zu diesem Gottesdienst herzlich eingeladen, um ihrer Freude Ausdruck zu geben. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Empfang im Bürgerhaus (Str. der DSF), zu dem alle zwanzig Orte mit Kuchen und Kaffee einladen.
Willkommen in Großenehrich, Willkommen Frau Theilemann im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen.

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Pfarrerin Theilemann stellt sich vor

Liebe Gemeindeglieder,
bald ist es soweit, ab dem 1. April 2015 werde ich als Pfarrerin im Entsendungsdienst in der Pfarrstelle Großenehrich Dienst tun.
Meinen Namen hat sicher der Eine oder die Andere schon gehört und sicher sind Sie gespannt auf die neue Pfarrerin. Gespannt und erwartungsvoll bin ich auch, vor allem aber meine Kinder, die sich auf ihr neues Zuhause freuen.
Mein Name ist Inge Theilemann, ich lebe seit drei Jahren in Nordhausen, wo ich an der St. Blasii Gemeinde Vikariat machen durfte.
Geboren wurde ich in einem kleinen Dorf in Siebenbürgen in Rumänien. Den jetzigen Staatspräsidenten Rumäniens kenne ich persönlich – er war in der Oberstufe mein Physiklehrer. Von der Physik ist trotzdem nicht viel hängengeblieben, das war nicht so meine Stärke. Ich habe eine Ausbildung zur Grundschullehrerin gemacht und nach dem Abitur zunächst als Kindergärtnerin in Hermannstadt (Sibiu) gearbeitet. Danach begann ich in Hermannstadt Theologie zu studieren, obwohl es damals in Rumänien in der evangelischen Kirche A.B. (Augsburger Bekenntnis) noch unvorstellbar war, als Frau ordiniert zu werden.
Nach meiner Heirat mit Dr. Wolfram Theilemann setzte ich mein Studium in Berlin fort. Dort wurde auch unser ältester Sohn Conrad geboren. Von 2001-2011 lebten wir wieder in Hermannstadt. Während dieser Zeit kamen Erik und Christian zur Welt, ich arbeitete erneut in meinem alten Kindergarten und im Schülerheim der evangelischen Kirche und absolvierte schließlich in Neppendorf bei Hermannstadt das Vikariat. Von Rumänien ist mir die
Diasporasituation der evangelischen Gemeinden gut bekannt, drei oder zwei Gottesdienste pro Sonntag sind dort für einen Pfarrer genauso selbstverständlich wie auch hier (in den Landgemeinden). Ohne Ehrenamtliche ist dort an vielen Stellen kein Gemeindeleben mehr möglich.
Ich freue mich, Sie demnächst im Gottesdienst und zu anderen Veranstaltungen in den Gemeinden begrüßen zu dürfen. Ich hoffe auf ihre Mitarbeit, um gemeinsam die Liebe auszustrahlen und weiterzugeben, von der wir als Gemeinde leben.
Ihre Inge Theilemann

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