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Newsletter 229

14/2020

So ein Zirkus!nach oben

Großfurra Zirkus

Das neue Schuljahr beginnt und alle stellen sich die bange Frage: „wie geht es mit dem Kindergarten- und Schulbetrieb los“?

Werden wir ein „normales“ Jahr haben oder eines, das sich wie das letzte, ganz neuen Herausforderungen stellen muss?

Fast ist man geneigt, den Titel des Kindergarten- und Schulanfangsgottesdienstes am 06. September auf diese Situation zu beziehen, aber wenn, dann spielt das nur unterschwellig eine Rolle.

Unter dem Titel „So ein Zirkus“ wird herzlich zum Gottesdienst zum Start ins neue Schul- und Kindergartenjahr nach Großfurra eingeladen.

Um 14 Uhr wird auf das Gelände des Kindergartens Arche Noah in Großfurra eingeladen, in einem echten Zirkus oder unter freiem Himmel den Nachmittag mit einer Clownin zu verbringen. Schulanfänger werden gesegnet und eine Taufe miteinander gefeiert.

Wer es gern ebenerdig mag, kann sich auch eine Picknickdecke und ein Picknick mitbringen fürs anschließende Kaffeetrinken. Jeder und jede soll merken: „wir sind hier richtig wichtig“.

Weitere Informationen können vorab bei der ordinierten Gemeindepädagogin Viktoria Bärwinkel (03632.782389 oder sondershausen1@suptur-bad-frankenhausen.de) eingeholt werden.


Orgelkonzert in der Unterkirche Bad Frankenhausennach oben

Am Donnerstag, dem 10. September findet um 19.30 Uhr ein Orgelkonzert in der Unterkirche Bad Frankenhausen statt. Zu Gast ist Dirk Elsemann aus Berlin. Er studierte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und der Universität der Künste Berlin das Fach Kirchenmusik mit dem Abschluß des A-Diploms.  2005 legte er das Konzertexamen Orgelimprovisation bei Prof. Wolfgang Seifen mit Auszeichnung ab. Seit 2001 ist er Kirchenmusiker der kath. Kirche Heilig Kreuz/ Berlin-Wilmersdorf. Er leitet zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen für Improvisation. Seit dem Wintersemester 2003 ist Elsemann Dozent für Liturgisches Orgelspiel und Improvisation an der Universität der Künste Berlin. 2014 erfolgte die Berufung in die Erzbischöfliche Kirchenmusik-Kommission Berlin durch den Erzbischof von Berlin Rainer Maria Kardinal Woelki. Seit 2016 unterrichtet er außerdem Orgelimprovisation an der HMTM in Hannover. Seine musikalische Arbeit wird abgerundet durch eine europaweite Konzerttätigkeit sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen.

In dem Konzert in Bad Frankenhausen wird er Improvisationen an der frisch sanierten und 2019 wiedereingeweihten Strobel –Orgel (1886) spielen. Lassen Sie sich das Konzert nicht entgehen! Seine Improvisationskunst ist wirklich beeindruckend!

Vor dem Konzert, um 19.00 Uhr gibt es eine Orgelführung mit Kantorin Laura Schildmann.

Konzert und Orgelführung sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten!


Dienstjubiläum – ab wann sollte es bedacht werden?nach oben

Dienstjubiläen werden allgemein berücksichtigt, wenn man 20, 25, 30 Jahre usw. im Arbeitsprozess steht. Im künstlerischen Bereich sieht das aber anders aus. Bekannt sind die „Bühnenjubiläen“ prominenter Musiker, Schauspieler, Bands u.a., wobei diese aber meist wechselnde Arbeitsorte erleben.

Kirchenmusiker erleben das etwas anders. Wenn sie nach der Ausbildung eine Stelle erhalten, werden sie sich erst mal „freischwimmen“, um dann zu entscheiden, ob sie entsprechen ihrer Qualifikation eine „anspruchsvollere“ Stelle suchen. Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass man lebenslang an einer Stelle bleibt. Nach 1945 wurde in Bad Frankenhausen (damals noch eigenständige Superintendentur = Kirchenkreis) eine A-Kantorenstelle installiert. Der älteren Generation in unserer Region ist z. B.  sicher noch Uthmar Scheidig bekannt, er war von 1970 bis 1984 Kantor in Bad Frankenhausen, danach folgte Matthias Dreißig mit knapp zehn Dienstjahren. Die darauf folgenden Stelleninhaber waren meist nur 5 Jahre in der Unterkirche tätig.

Seit dem 1. August 2010 kümmert sich Frau Laura Schildmann als A-Kantorin um die Kirchenmusik in der Kirchengemeinde Bad Frankenhausen und Region. Sie leitet die Chöre in Bad Frankenhausen und Oldisleben, den Posaunenchor Oldisleben (einschließlich der Jungbläser). Ein umfangreiches Konzertprogramm an der Unterkirche (in Fortführung der Ersten Deutschen Musikfeste 1810) wird von ihr erstellt – dabei versucht sie erfolgreich den Spagat zwischen klassischen und modernen Musikformen (Die Kultformation „Die Prinzen“ waren schon 3 x in der jeweils ausverkauften Unterkirche zu Gast). Aber auch mit Kindern kann sie gut umgehen. Zusammen mit Mitstreitern organisierte sie jährlich ein Kindermusical. Auch auf ihren Ehemann Christian Schildmann (Soloflötist am Lohorchester Sondershausen) konnte sie sich immer verlassen, wenn „Not am Mann“ war. Viele Konzerte gestalteten sie gemeinsam in Zeiten der orgellosen Unterkirche. Auch als Chorsänger ließ er sich einbinden.

Fast zehn Jahre war neben all diesen Aufgaben, die natürlich zu ihrem Arbeitsfeld gehören, die Organisation bzgl. der Sanierung der Großen Strobel-Orgel. Zum Studium gehört mitnichten die Vermittlung von Kenntnissen wie Anträge schreiben, Spendengelder requirieren, verhandeln mit Firmen usw. Dank dem Förderverein „Freunde der Großen Strobel-Orgel“ fand sie dabei engagierte Unterstützer, aber auch einzelne Gemeindeglieder konnte sie mit ihrer Begeisterung einbinden – erinnert seien an die 6 Orgelläufe, um den aufzubringenden „Eigenanteil“ zu vermehren.

Der Höhepunkt ihrer bisherigen Arbeit war sicher die endgültige Wiedereinweihung der sanierten Strobel-Orgel. Die Festgemeinde konnte ihre Freude am lebendigen Spiel deutlich abspüren.

Selbst unter Coronabedingungen hat sie ihren Elan nicht eingeschränkt. Um die Gruppen (besonders die Chöre) zusammenzuhalten, nutzte sie die moderne Technik von Smartphone, Whatsapp u.ä., organisierte wöchentlich jeweils eine „Videobotschaft“ und nach den Lockerungen die ersten Chorandachten (verbunden mit viel notwendigen bürokratischen Aufwand).

Jetzt wird mancher denken: Das gehört doch alles zu ihren Aufgaben als Kantorin. Wie in jedem Beruf gibt es zwei Extreme – Dienst nach Vorschrift oder Dienst mit voller Hingabe. Sie leistet mehr als sie müsste. Vieles reicht in den ehrenamtlichen Bereich hinein. Wer sie kennt, weiß um ihre Qualitäten. Manchmal wurde ihr schon gesagt: Frau Schildmann, denken Sie daran, wir möchten sie noch lange in Ihrem Amt haben. Zehn Jahre ist sie nun kirchenmusikalisch in Bad Frankenhausen und Region tätig und bekannt, geschätzt für ihre Hilfsbereitschaft und ihr fröhliches Wesen – die „Fangemeinde“ freut sich auf weitere 10+ Jahre!

Schildmann, Laura Dienstjubiläum

Foto: Konzert Gounod (Härtel 2018)

 

Peter Zimmer

Bad Frankenhausen


Restaurierung der Bliederstedter Orgel in vollem Gangenach oben

Derzeit wird die Orgel der St. Anna-Kirche in Bliederstedt in ihrem gewachsenen Zustand restauriert. Das einmanualige Instrument (es gibt also nur eine Tastatur für die Hände) wurde 1872 von Orgelbauer F. C. Maul aus Greußen erbaut; 1899 erfolgte eine „Reparatur resp. Umbau“ (Wortlaut des Angebotes vom 3. Mai 1897) der Orgel durch Friedrich Wilhelm Böttcher (Sömmerda). In späteren Jahren wurde die Disposition (Zusammenstellung der Register) noch einmal geringfügig verändert. Auch aus Kostengründen empfahl unser Orgelsachverständiger, der frühere Kreiskantor Andreas Fauß, der trotz seines Stellenwechsels nach Baden weiterhin als Sachverständiger in der EKM aktiv ist, die Disposition so zu belassen und die Orgel in einen Zustand bringen zu lassen, in dem sie wieder für lange Zeit zuverlässig im Gottesdienst und Konzert erklingen kann.

Mit den Arbeiten wurde die Firma Walcker-Mayer beauftragt; das Foto zeigt Andreas Fauß beim Werkstattbesuch in Saarbrücken zwecks Begutachtung bereits restaurierter Teile, zusammen mit Orgelbaumeister Gerhard Walcker-Mayer, vor dem Pfeifenwerk der Bliederstedter Orgel:

Bliederstedt Orgelrestaurierung

Die Abnahme vor Ort ist für den 17. September geplant; am 20. September wird Andreas Fauß um 17 Uhr in einer musikalischen Andacht die Orgel zum ersten Mal wieder zu Gehör bringen.


Der Posaunenchor Oldisleben stellt sich vornach oben

Oldisleben Posaunenchor

Unternehmungslustig, gesellig und natürlich musikalisch – diese drei Adjektive charakterisieren den Posaunenchor Oldisleben. Anfragen aus dem Kirchenkreis? Klar, wir sind dabei! Turmblasen in Oldisleben? Machen wir! Geburtstagsständchen mit anschließendem Umtrunk? Keine Frage!
Für diese Auftritte muss natürlich auch mit der nötigen Ernsthaftigkeit geübt werden. Das tun wir immer freitags im Pfarrhaus in Oldisleben (danach sitzen wir meist noch zusammen und lassen den Abend gemeinsam ausklingen). Wir sind 15 Bläserinnen und Bläser von 19 Jahren bis Mitte 70, außerdem gibt es 5 Jungbläser, die noch extra üben, bis sie dann in den Posaunenchor integriert werden können. Wir bereichern das Gemeindeleben in Oldisleben mit unserem Spiel, sind aber auch in Bad Frankenhausen und anderen Gemeinden unterwegs; in den Kirchen, gerne aber auch open Air. Wir unterstützen Gottesdienste, spielen aber auch Bläser-Serenaden und Konzerte.
Wer bei uns gerne mitmachen möchte, ist herzlich willkommen! Wer schon ein Blechblasinstrument spielen kann, darf gleich zur „großen“ Bläserprobe kommen, alle anderen sind bei den Jungbläsern gern gesehen! „Jungbläser“ ist man übrigens nicht nur, wenn man jung ist, man kann gerne auch im mittleren oder fortgeschrittenen Alter anfangen…

Ort: Pfarrhaus Oldisleben, Karl-Liebknecht-Str. 12
Zeit: freitags, 19.30-21.00 Uhr
Leitung: Kantorin Laura Schildmann


47. Bad Frankenhäuser Sommermusiken eröffnet - coronareduziertnach oben

Frankenhausen Sommermusik 2020

Eine Konzertreihe wird spätesten im Frühherbst für das kommende Jahr geplant, Absprachen werden getroffen usw. Und das hat in den 46 Jahren bisher funktioniert.

Als Uthmar Scheidig (Kantor von 1970 bis 1984) mit den Sommermusiken begann, waren solche Vorbereitungen noch mit diversen Unwegsamkeiten verbunden, zumal wenn man ausländische Künstler nach Bad Frankenhausen bringen wollte – gleichgültig ob aus den „sozialistischen Bruderländern („Volksdemokratien“) oder dem nichtsozialistischen Ausland. Dazu kam noch, dass für jede Veranstaltung beim Rat des Kreises Artern Genehmigung für Plakate und Programmzettel erbeten werden musste. Und das ging so bis 1989. Es gab natürlich auch mal die Situation, dass ein Künstler kurzfristig absagen musste, doch da wurde immer Ersatz gefunden. Nach der Wende wurde es dann unkomplizierter, aber auch teurer! Bisher haben es alle Verantwortlichen geschafft, die jeweilige Saison der Bad Frankenhäuser Sommermusiken erfolgreich durchzuführen. Nun kam im März diesen Jahres die Corona – Pandemie und  - wie bekannt – auch Kulturveranstaltungen mussten abgesagt werden. Beginnend mit dem 14. Mai mussten also 5 Veranstaltungen abgesagt werden.  Viel Verständnis wurde von Vielen aufgebracht, doch mit zunehmender Zeit wurde die Sehnsucht nach Kultur größer. Zu Himmelfahrt konnte die Kirchengemeinde Bad Frankenhausen unter Beauflagung der festgelegten Hygieneregeln erstmals wieder ein Kurzgottesdienst feiern – allerdings mit Maske, ohne Gesang und nur Orgelmusik. Inzwischen gibt es weitere Lockerungen und so reichte Kantorin Schildmann im Landratsamt Sondershausen ein dafür festgelegtes Hygienekonzept ein und es wurde genehmigt. Natürlich nicht für ein Orgelkonzert mit Victor Victorino aus Manila/Philippinen (er durfte ebenfalls aus Coronagründen nicht kommen) am vorgesehenen Termin: 9. Juli. Es durfte auch kein vollständiges Orgelkonzert sein, sondern es wurde nur eine Orgelandacht erlaubt – Zeitdauer etwa 30 Minuten.   

Kantorin Schildmann lud schon für 19.00 Uhr zu einer „Orgelführung“ ein, nicht im üblichen Sinne, sondern sie machte die Zuhörer vom Altarraum aus mit der Strobel-Orgel vertraut. Nach einer Pause begann dann 19.30 Uhr die Orgelandacht. Das musikalische Programm war ganz auf die Strobel-Orgel als größte romantische Orgel eines Thüringer Orgelbauers abgestimmt. Kantorin Schildmann wählte deshalb zwei französische Komponisten aus der romantischen Schule. Zuerst erklang von Théodore Dubois (1837 – 1924): Prélude – Pastorale – Offertoire. Théodore Dubois studierte am Pariser Konservatorium. Er war ab 1855 Organist der Cathédrale Saint-Louis-des-Invalides und wurde 1859 Chordirigent an Ste-Clotilde, während dort César Franck die große Orgel spielte. 1877 bis 1896 wirkte er als Organist an der Madeleine. Ab 1871 war er Harmonielehrer und ab 1896 Direktor des Pariser Konservatoriums. P.S.: In der Unterkirche erklangen schon mehrfach Orgelwerke von César Franck.

In einem geistlichen Impuls dachte Pfarrerin Nadine Greifenstein über das Thema „Sommerkompatibel“ nach: „Neulich meinte ein Bekannter, Robert: Er sei sehr sommerkompatibel. Seine Freundin Jule meinte darauf, dass bei ihr schon Sommer Sommer sein sollte, also so richtig. Wir hatten gerade geschaut, wie das Wetter in den nächsten drei Tage werden soll. Jule hatte sich kurz vorher beschwert wie kühl, ja herbstlich es gerade sei und dass es laut ihrer Wetterapp eigentlich ein angenehmer Tag hätte werden sollen. Und das Regenradar hätte Niederschlag vor zwei Stunden angezeigt, nicht jetzt, wo wir eigentlich auf der Terasse einen Kaffee trinken wollten.

Ich bin auch sommerkompatibel – glaub ich. Ich mag es, wenn die Sonne scheint, wenn ich Schwimmen gehen kann und abends mit Freunden im Garten sitzen. Wenn die Blütenpracht zwischen dem Sommergrün zu Höchstform aufläuft und man die ersten Beeren pflücken kann. Abends, wenn ich in den Sommer-Sterne-Himmel schauen kann und morgens, wenn es noch kühl ist im Garten. Nicht alle Tage können solche Sonnentage sein. Was wären der Garten, die Wälder die Felder ohne den notwendigen Regen. Auch wenn es regnet, sommer-regnet bin ich sommerkompatibel. Sonne und Regen. Beides gehört dazu. Beim Blick in den Himmel kann man zu Zeiten beides sehen. Ich erinnere mich an die Geburtstage von Susanne. Sommerkind. Mitten im Juli. Und es war immer toll, dort im Garten. Erst gab es Kuchen, dann wurde alles, was Schüssel, Eimer oder Wanne hieß zum Planschbecken erklärt. Wir versteckten uns im Garten und die Beeren wanderten vom Strauch direkt in den Mund und abends wurde gegrillt.  Aber zum 10. Geburtstag fiel alles ins Wasser. Es regnete in Bindfäden, wir versuchten uns an einem 1000 Teile Puzzel, was nicht gelang, und abends gab’s die Bratwurst aus der Pfanne, weil ihre Mutter nicht wollte, dass der Sonnenschirm zum Grillschutz wird. Wir Kinder klebten mit der Nase immer wieder am Fenster in der Hoffnung der Himmel würde doch noch aufklaren. Hat er nicht gemacht, der Himmel. Eine Handyapp oder ein Regenradar was etwas über das Wetter der nächsten Stunden sagen konnte, hatten wir nicht. Wir konnten nur warten und sehen, ob sich etwas verändert und das Beste aus den Stunden machen, die wir nicht draußen sein konnten.

Trotzdem ging keiner einfach so nachhause, Susanne hatte ja trotzdem Geburtstag – war eben anders in diesem Jahr. Nächsten Freitag wird Susanne 40. Und als wir am Sonntag telefoniert haben, meinte Sie: Dass sie am Mittwoch noch mal aufs Wetter schaut und hofft, dass wir im Garten feiern können. Vielleicht sind wir dann da und es ist wärmer oder kühler als die Wetterapp es angegeben hatte, vielleicht sind wir vorbereitet auf Regen, haben ein 1000 Teile Puzzle dabei und einen großen Schirm für den Grill und dann sitzen wir bei Sonnenschein und reden bis spät am Abend und schauen in den Sommer-Sterne-Himmel.

So oder so. Susannes Geburtstag gehört zu meinem Sommergefühl; macht mich ein Stück weit sommerkompatibel. Und wenn wir uns nächsten Freitag sehen, Susanne, Robert, Jule und ich, dann wird es völlig egal sein was die Wetterapp sagt oder das Regenradar anzeigt. Wichtig wird sein, dass wir da sind. Und wenn es regnet? Vielleicht schalten wir die Wetterapp und das Regenradar einfach aus und drücken immer mal wieder die Nase an die Scheibe um zu sehen, was sich da am Himmel so tut. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sommer und von Zeit zu Zeit einen Blick in den Himmel!“

Im zweiten Teil dieser Orgelandacht erklang von Mel Bonis (1858 – 1937): Sortie – Pastorale – Offertoire. Mélanie Bonis wurde in einer kleinbürgerlichen Pariser Familie geboren, die ihr musikalisches Talent kaum förderte und ihr nur widerwillig ein Studium am Pariser Konservatorium erlaubte, das durch Vermittlung von César Franck zustande kam. Von 1876 bis 1881 studierte sie dort erfolgreich,. Um. 1883 wurde sie von den Eltern in eine Ehe mit dem 22 Jahre älteren Industriellen Albert Domange gedrängt..Die familiären Verpflichtungen erlaubten es Bonis erst ab etwa 1900, sich verstärkt der Komposition zuzuwenden  und etwa bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges entstanden die wichtigsten Werke. In dieser Zeit erhielt sie mehrere Kompositionspreise. Sie wurde Mitglied der Société des Compositeurs. Die letzten 15 Jahre ihres Lebens waren jedoch von zunehmender künstlerischer Isolation und Krankheit geprägt, wenngleich sie weiter komponierte.

Kantorin Schildmann spielte die Kompositionen mit viel Energie und schöpfte die Möglichkeiten der Strobel-Orgel voll aus. An ihrem Spiel konnte man erkennen, dass sie dankbar war, endlich – nach coronabedingter Pause - wieder ein „Konzert“ für die Öffentlichkeit spielen zu dürfen, wenn auch nur in verkürzter Form.                            

54 Besucher waren der „Einladung“ gefolgt – mit langem Beifall dankten sie für diese Orgelandacht. 
                                                                                                           

P.S.: Neben Laura Schildmann als Organistin standen ihre beiden Söhne Luis und Valentin als Registranten hilfreich zur Seite. Die beiden Werke sind sehr anspruchsvoll; da die Orgel rein mechanisch ist, braucht man Helfer, die – wenn man die vielfältigen Möglichkeiten dieser Orgel ausschöpfen will – aufmerksam an entsprechenden Stellen die Register heraus- oder wieder zurückschieben. Luis und Valentin haben das sehr gut gemeistert.

Peter Zimmer
Bad Frankenhausen


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