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Greußen

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Gemeindeblatt (eingestellt am 07.06.2017):
Gemeindebrief Reg.-Pfarramt Greußen-Gr…

Kirche Außenansicht:
Kirche Innenansicht:
Pfarramt/Büro: Herrenstraße 6, 99718 Greußen
Ansprechpartner/in: Evelyn Mennekamp
Telefon: 03636 - 703335
E-Mail: buero-greussen@suptur-bad-frankenhausen.de
Name der Kirche: St. Martini-Kirche
Adresse der Kirche: Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Martin mit Ausstattung. Kirchplatz 1.
Entstehungszeit der Kirche: Die durch ihren Turm im Stadtbild weithin sichtbare Stadtkirche St. Martin steht im Südwesten der Mittelstadt, zwischen dem Kirchplatz im Norden und dem Brühl im Süden.
Baugeschichte. Die ursprünglich „extra muros“ gelegene Kirche war im Mittelalter Sitz eines Erzpriesters. 1277 wird mit dem Magister Heidenreich erstmals ein Pfarrer in (Markt-)Greußen genannt. Das Patronatsrecht hatte seit 1337 der Abt von Ilfeld inne. Ein wegen Baufälligkeit notwendiger Neubau soll im Jahr 1423 begonnen worden sein; die Weihe ist für das Jahr 1483 überliefert. Inwieweit die Kirche von dem Stadtbrand 1491 in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist nicht bekannt. Zur spätmittelalterlichen Ausstattung gehörten drei Altäre, ein Annen- und ein Liebfrauenaltar sowie der Hochaltar. Der Turm war etwa 40 m hoch und hatte einen von vier Filialen besetzten Spitzhelm. Zur Kirche gehörten zwei Sakristeien, eine neben dem Chor und eine im Untergeschoss des Turmes. 1536 schlug der Blitz in den Turm ein und entzündete das dort für einen geplanten Schützenhof gelagerte Pulver. 1614 erfolgten Umbauten, u. a. an der Orgel. 1631 plünderten Tillyschen Soldaten auch die Kirche. 1633 erhielt das Langhaus Emporen; Wände und Decken wurden von Veit Lattermann und Melchior Tümpel ausgemalt. Für die am Außenbau angeordneten Emporenaufgänge hatte man schon im Jahr zuvor, 1632, u. a. das Leichenhaus an der Südseite abgebrochen. Der Stadtbrand von 1687 zerstörte die Kirche fast vollständig. Sie musste bis auf die beiden unteren Geschosse des Turms und einen Teil des Chores abgerissen werden. Im folgenden Jahr begann man mit dem Wiederaufbau. Im Dezember 1690 konnte der Turm fertig gestellt werden. In dessen Läutestube fanden die 1691 von den Glockengießern Hans Heinrich Rausch und Johann Christian Geyer aus Erfurt gegossenen Glocken ihren Platz. Eine kleine Glocke, die erhalten geblieben war, goss man in eine Taufglocke um. Seit 1691 wurden wieder Gottesdienste abgehalten. 1704 lieferte Tobias Gottfried Trost aus Halberstadt (Sachsen-Anhalt) eine neue Orgel. 1705 begann man mit dem Abriss des Langhauses und einem die verbliebenen Bauteile einbeziehenden Neubau nach Plänen und unter Aufsicht des schwarzburg-sondershäuser Baubeamten Johann Nicolaus Ludwig. Das Steinmaterial kam aus den bei Clingen und hinter der Neustadt liegenden Brüchen. Im November 1710 wurde der Neubau fertig gestellt, doch zog sich die Ausgestaltung des Inneren noch längere Zeit hin. Die erhaltene untere Empore wurde in den Neubau integriert, die zweite, den bereits bestehenden Sängerchor im Westen einbeziehende Empore entstand 1725. Noch in den frühen 1730er Jahren dauerten die Maler- und Vergoldungsarbeiten an. 1737 teilte der Rat dem Konsistorium in Sondershausen mit, dass das Gotteshaus fertig wäre und geweiht werden könne. 1894 wurden u. a. die Langhausfassaden umgestaltet, die oberen Emporen an den Längsseiten abgebrochen und die Emporenaufgänge nach innen verlegt. Für die gleichzeitig erfolgte Ausmalung des Kircheninneren erhielt der Malermeister August Böttger den Titel „Hofdekorationsmaler“ verliehen. 1970 wurden Turm und Chor neu eingedeckt. 1987/88 erhielten die Chorfenster eine Schutzverglasung. In jüngster Zeit wurden die Außenwände des Turmes, des Chores und der südlichen Langhausseite instand gesetzt.
Außenbau. Dreiteiliger Bau, bestehend aus breit gelagertem Langhaus unter flachem Satteldach, eingezogenem, lang gestrecktem, dreiseitig schließendem Chor und eingezogenem, im Grundriss quadratischem Westturm mit geschweifter Haube. Verputztes Bruchsteinmauerwerk. Das Langhaus in regelmäßiger Folge von Lisenen und hohen Rundbogenfenstern gegliedert. Die Eingänge einander gegenüber liegend in der Mitte der fünfachsigen Langseiten befindlich; die rundbogigen, übergiebelten Portale von 1894, mit aufgeputzten Scheinquadern am Bogen und steinernem Scheibenkreuz auf dem Giebelfirst. Aus dieser Zeit auch die zweiflügeligen Holztüren mit Zierbeschlägen. In den westlichen Achsen beider Seiten schlichte Rundbogenportale; die Gestaltung der Holztüren der der Hauptzugänge entsprechend. An der Ost- und Westseite im Norden und Süden je ein Rundbogenfenster. An der westlichen Lisene der Nordseite Gefallenendenkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges von 1957 in Gestalt eines Steinkreuzes mit Dornenkrone.
Der Chor mit spitzbogigen Fenstern in profilierten Gewänden und Strebepfeilern aus Kalksteinwerksteinen versehen. An der Nordseite Reste zweier spätgotischer Strebepfeiler mit Fialenbesatz; deren Höhe Hinweis auf die ursprüngliche Lage der Traufe des Chores. In der Nordwand nah am Langhaus eine rundbogige Pforte in groben, steinernen Gewände, in dessen Scheitel die Jahreszahl „1693“ eingemeißelt. Das Türblatt aus diagonal angeordneten Brettern zusammengesetzt und mit Nieten bewehrt. In den nordöstlichen Strebepfeiler oberhalb des Sockels eine spitzbogige Sakramentsnische eingearbeitet.
An der Südseite des Chores der im Kern noch spätmittelalterliche zweigeschossige Sakristeianbau; in Anlehnung an die barocke Gestaltung des Langhauses ebenfalls mit Lisenen geschmückt; an Ost und Südseite je eine Achse mit Rechteckfenster im Unter- und Rundbogenöffnungen im Obergeschoss.
Der Turm über flachem Sockel durch Gurtgesimse in vier Geschosse gegliedert. Die Mittelachsen mit Schlitzfenster versehen. Die Glockenstube im zweiten Obergeschoss zu jeder Seite durch je ein zentral eingebrachtes, spitzbogiges Fenster geöffnet. Das oberste Geschoss niedriger als die anderen und zu allen Seiten mit je drei Rechtecköffnungen. Die geschweifte Haube mit Laterne und vergoldetem, mit Wetterfahne versehenen Turmknopf.
Innenraum. Das Innere großzügig wirkend. Das Langhaus im Grundriss dreischiffig, nach Verlust der oberen Empore auch im Raumbild durch die hohen Pfeilerarkaden als Hallenkirche erscheinend. Das Mittelschiff mit einem flachbogigen, hölzernen Kreuzgratgewölbe, die Seitenschiffe mit Flachdecken versehen. Die im Grundriss quadratischen Pfeiler mit schlichten Kämpfern versehen, darüber, am Gewölbeansatz zum Mittelschiff hin, geschnitzte Blattkonsolen. Die untere Empore dreiseitig umlaufend, in beiden westlichen Jochen der Seitenschiff eine zweite obere Empore; die doppelgeschossige Westempore von (nachträglich eingestellten?) hölzernen Säulen getragen. Die Brüstungen mit Balustern versehen, die Schwellen der unteren Emporen mit geschnitzten Girlanden aus gerafften Tüchern und Blatt- und Fruchtgebinden verziert. Am mittleren Element der Westseite eine Kartusche mit Darstellung eines Stadtbrandes und aufgemalter dreizeiliger Aufschrift: „Ao 1687 auf Heimsu- / chung Maria / 1733“. Die Hochreliefs an den beiden mittleren Brüstungsfeldern der Nordseite zum Ratsstand gehörend, vermutlich von Christian Johann Biedermann gefertigt. Beide Felder durch Pilaster in zwei breite Flächen geteilt; auf dem östlichen rechts das von einem wilden Mann und einer wilden Frau gehaltene Wappen des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen unter dem Fürstenhut und links eine von Engelsfiguren gehaltene Kartusche mit den Initialen des Fürsten Christian Wilhelm (reg. 1666-1720). Auf dem westlichen Feld links die Initialen seines Sohnes, Günther I. (reg. 1720-1740), und rechts die seiner Schwiegertochter Elisabeth Albertine. Der rahmende Zierrat u. a. aus eckig gebildetem Bandelwerk, Akanthuslaub, Palmzweigen und balusterförmigen Deckelvasen bestehend. Die Emporenaufgänge aus dem späten 19. Jahrhundert symmetrisch in den westlichen Seitenschiffjochen angeordnet.
Der Chor durch ein tief ansetzendes, spätgotisches Kreuzrippengewölbe in zwei Joche und einen 5/8-Schluss im Osten gegliedert. Die Gewölberippen gekehlt und nahe den Schlusssteinen mit stuckierten Agraffen versehen; die Konsolen mit stuckierten Blattranken verziert. Im Chorschluss eine Piscina und eine mit Maßwerkbogen versehene Sakramentsnische; deren hölzernes Futter mit Brandspuren. Der schlicht gemusterte Plattenbelag in Chor und Langhaus wohl von 1894. An den Chorlangseiten Chorgestühl mit kassettierter, durch Halbsäulen gegliederter Brüstung. Das Gestühl im Langhaus wohl aus dem 18. Jahrhundert, westlich der Eingangsachse als geschlossener Block in Mittelschiffsbreite, östlich derselben in zwei Blöcken seitlich des Mittelgangs angeordnet.
Der Raumeindruck stark von der detailreichen Ausmalung von 1894 bestimmt. Am Chorgewölbe ein Wechsel von dunkelroten, mit Sternen besetzten und hellen, mit floralen Verzierungen versehenen Flächen; die Rippen von Rankenbändern begleitet; die Wandflächen oberhalb eines Ornamentfrieses mit Scheinquadern bemalt. Im Langhaus das Mittelschiffgewölbe in zahlreiche ornamentierte Felder geteilt. Im Zentrum jeweils großflächige christliche Symbole, wie das des Dreieinigen Gottes im Strahlenkranz. Die Gewölbebögen von aufgemaltem Blatt- und Rankenwerk begleitet. Die Flächen oberhalb der Arkaden und des Chorbogens sowie der Pfeiler benfalls ornamental gestaltet, die Kämpfer mit Akanthusblättern bemalt. Der Verbleib von vier bzw. fünf, Ende des 19. Jahrhunderts gestifteten farbigen Fenster nach ihrem Ausbau um 1987 unbekannt.
Die Sakristei an der Südseite mit Zugängen vom Chor und südlichen Seitenschiff einjochig, mit Kreuzgratgewölbe überdeckt und mit einfacher Dielung versehen. Auch hier die Farbfassung des späten 19. Jahrhunderts mit seitlich der Gewölbegrate aufgebrachten Bändern. Der rechteckige Zugang zum Chor mit scharriertem, steinernem Gewände; die Holztür mit breiten Bandbeschlägen und barockem Schnappschloss. Die ebenfalls mit Bandbeschlägen versehene Tür zum Kanzelaufgang im südlichen Seitenschiff in rechteckigem, steinernem Gewände unter korbbogiger Öffnung.
Der Turm im Erdgeschoss mit einem Kreuzrippengewölbe überdeckt, vom Langhaus über einen spitzbogigen Durchgang erreichbar. In der Südwand ein Schlitzfenster mit trichterförmiger Laibung. Die Obergeschosse durch eine steinerne, in das Mauerwerk eingelassene und über Schlitzfenster belichtete Spindeltreppe erreichbar. Im ersten Obergeschoss Konsolen und Ansätze eines zweiten Steingewölbes erkennbar. An den Werksteinen Steinmetzzeichen.
Dachwerke: Über dem Langhaus ein barockes Kehlbalkendach mit liegendem Stuhl und Hängesprengwerk, um 1710. Im zweiten Obergeschoss ein nordsüdlich ausgerichteter, von einem Ständer und Kopfbändern unterstützter Unterzug zur Lastabtragung des darüber befindlichen Glockenstuhls.
Das Turmdach mit achteckigem Ständerkasten und von außen angestellten Stühlen für die Schweifbohlen.
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Rainer Müller (Hg., TLDA) entnommen dem dreibändigen Opus Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Thüringen. Kyffhäuserkreis 5.1-5.3, E. Reinhold Verlag 2014
Bauzustand der Kirche: Ausstattung. Der vor dem Chorpolygon aufgestellte Altar auf einen Entwurf Johann Martin Schwanolds aus Kindelbrück zurückgehend; nach dessen Tod 1723 und anschließenden langjährigen Vertragsstreitigkeiten aber erst 1726 durch dessen Stiefsohn Christian Johann Biedermann ausgeführt. Dreiteiliger symmetrischer Aufbau, mit geschlossenem, durch einen Auszug überhöhtem Mittelteil und Durchgängen in den Seitenteilen. Säulen korinthischer Ordnung auf hohen Sockeln und ein verkröpftes Gebälk mit gesprengtem Dreiecksgiebel bestimmen die Architektur des Unterbaus. In der Hauptachse das Altarbild mit der Auferstehung Christi von Jacob Samuel Beck (1715-1778) aus Erfurt, im Auszug darüber die Figur des gen Himmel schwebenden Christus unter einer mit Engelsflüchten versehenen Glorie. Weitere Engelsfiguren auf den beiden Schrägen des Giebels und über den beiden äußeren Säulen am Rand des Gebälks, dort liegend, hier stehend. Die beiden flachbogigen Kommunikantendurchgänge von je zwei, auf volutengestützten Konsolen vor den Säulen stehenden Figuren flankiert, links Aaron und Moses, rechts Johannes der Täufer und Petrus. Oberhalb der Durchgänge bekrönte, von Engeln gehaltene bzw. gestützte Kartuschen mit der Aufschrift „Liebe“ rechts und „Leben“ links (bis etwa 1900 „Jehova“ bzw. „Jesu“). Zwischen Altar und Chorgestühl niedrige Pforten mit Laubsägearbeiten.
Die Kanzel, südlich vor dem Chorbogen stehend, eine Stiftung des Bürgermeisters Johann Andreas Herzog von 1709, bis 1711 durch den Bildhauer J. M. Schwanold geschaffen. Achteckiger, durch Blattstäbe, Bandelwerkfriese und Pilaster gegliederter Kanzelkorb auf einem nach unten verjüngten Pfeiler. Auf den Kanzelbrüstungen Kartuschen mit ovalen Spiegeln, gerahmt von Akanthuslaub. Am Übergang zum Pfeiler Festons und Voluten mit Engelsköpfen. Der Schalldeckel von einer in Wolken sitzenden Figur des segnenden Gottvaters bekrönt; an der Unterseite eine Heilig-Geist-Taube; die Fransen des Lambrequins mit christlichen Symbolen in flachem Relief versehen. Der zum südlichen Seitenschiff gerichtete Aufgang mit geschlossener, durch Blütenzöpfe und Festons verzierter Brüstung. Am Treppenansatz eine mannshohe, kassettierte Sichtblende, durch Schleierwerk aus Laub- und Bandelwerk sowie mit Engelsköpfen bekrönt.
Im Chor, seitlich der Kanzel, ein Lesepult, und nördlich des Altars ein achteckiger, neogotischer Taufstein, beide zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Im Langhaus, vor dem westlichen Bankblock ein, dem Bildhauer Jacob Töpfer (1641-1706) aus Greußen zugeschriebener, nach 1690 entstandener Opferstock. Der Schaft als Elefantenfuß geformt und mit einer langen sich an den Seiten aus Schnecken entwickelnden Schabracke überdeckt; als oberer Abschluss der Kopf eines Engels, dessen Flügel eine Schriftkartusche einfassen. Die Aufschrift verloren.
Nördlich neben dem Altar barocke Engelsfigur unbekannter Herkunft. Der mit Krone versehene Engel über der Figur eines, auf einem ovalen Podest liegenden Lammes kniend. In der linken Hand die mit einem Lamm besetzte Bibel haltend; in der rechten Hand eine Schriftrolle mit der vierzeiligen, seitlich beschädigten Aufschrift: „O Lamm Gottes / unschuldig am Stam / Creutzes geschlach / tet“. Darunter Zirkel und Winkel (Freimaurersymbole?) und links unten eine kleine „17“.
Im Chores halbindustriell gefertigte Gipsbüsten von Melanchthon (Nordseite) und Luther (Südwand). Ein weiteres Relief Luthers an der zum Mittelschiff weisenden Seite des ersten östlichen Pfeilers der Südseite, sämtlich 19. Jahrhundert. Zwei Leinwaldgemälde, wohl beide 19. Jahrhundert, an der Ostseite des Langhauses, oberhalb des Chorbogens bzw. des Zugangs zur Sakristeiloge, Christus als Kreuzschlepper und die Kreuzabnahme nach Rubens darstellend.
Drei aus Messing bestehende barocke Kronleuchter, den östlichen stiftete die Posamentierinnung, den mittleren 1691 der Stadtschreiber Johann Ernst Henrici, den westlichen der königlich-polnische, kurfürstlich-sächsischen Kammerherr von Tittingshofen im Jahr 1700.
Am Chorbogen eine gerahmte Gedenktafel aus Marmor von 1871 mit den Namen dreier 1870 gefallener Greußener Soldaten. An der Südwand des Langhauses Grabstein für Balthasar Sella (gest. 1597) aus Tennstedt, in spanischer Tracht mit weitem Umhang und ausladender Halskrause sowie Schwert. An der Westseite, südlich des Turmdurchgangs, Grabmal für Bürgermeister Johann Andreas Herzog (1644-1714) und seine Gattin Christina Benigna (1658-1717), Christian Johann Biedermann zugeschrieben. Sarkophagähnlicher Unterbau mit gesprengten, seitlich von je einem Putto besetzten Giebel; auf einem Postament in der Mitte eine weibliche Allegorie (Attribute verloren). Nördlich des Turmdurchgangs das pokalförmige Grabmal für Christian Rudolph Herzog (1687-1722), Sohn des vorgenannten Bürgermeisters. Im Unterbau eine von Akanthusblättern gerahmte Schriftkartusche. Darüber, auf einer Konsole vor einem Obelisken stehend, eine weibliche Allegorie, ein Porträt des Verstorbenen auf einem Clipeus zu ihrer Rechten haltend. Links der Figur eine muschelförmige Öllampe, rechts eine Flammenurne. An der Südseite drei weitere Grabsteine für Elisabeth Haferung (1684-1707), Johann Christoph Heinrich (1649-1705) und Theodor Christoph Herzog (gest. 1680).
Vier Glocken, die älteste die 1832 von den Gebrüdern Ulrich aus Laucha gegossene Bronzeglocke, weiterhin eine Bronzeglocke von Schilling (Apolda) von 1925 und zwei Eisenhartgussglocken von 1957.
Um die Kirche und auf den Wegen zur Kirche Kalksteinpflaster.
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Rainer Müller (Hg., TLDA) entnommen dem dreibändigen Opus Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Thüringen. Kyffhäuserkreis 5.1-5.3, E. Reinhold Verlag 2014
Orgel: Die Orgel ein 1701-04 gefertigtes Werk von Tobias Gottfried und Heinrich Gottfried Trost aus Halberstadt (Sachsen-Anhalt) bzw. Tonna. Das in fünf Teile gegliederte Gehäuse 1705 durch einen ungenannten Bildhauer aus (Bad) Frankenhausen geschaffen. Reparaturen erfolgten durch Johann Michael Hesse aus Dachwig 1842 und Karl-Heinz Schönefeld aus Stadtilm 1978.
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Rainer Müller (Hg., TLDA) entnommen dem dreibändigen Opus Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Thüringen. Kyffhäuserkreis 5.1-5.3, E. Reinhold Verlag 2014

Mitarbeitende:

Pfarrerin: Esther Maria Fauß
Gemeindemitarbeiterin: Evelyn Mennekamp

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