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18.04.2019

Tischrede zu Gründonnerstag am 18.04.2019 in Allstedt (Martin Weber)

Tischrede

Liebe Schwestern und Brüder,

Heute erinnern wir zwei große Geschichten, die zu einer verschmelzen.

Die Geschichte des Volkes, dass sich jedes Jahr in vielen schlechten und vielen guten Tagen an die eine Geschichte erinnert. „Wir waren Sklaven in Ägypten.“

Und ja eines ist klar:  Generationen von jüdischen und christlichen Menschen waren nicht Sklaven in Ägypten. Sie mussten keine Pyramiden bauen, sie mussten nicht zum Ruhm des Pharaos auf ihre Würde, ihre Gesundheit, ihr Leben verzichten.

Aber sie entdecken Unterdrückung untereinander und in ihrer Gesellschaft. Dort wo Menschen reduziert werden oder sich selbst reduzieren. Dort wo man Gerechtigkeit wieder und wieder sucht und nur einen Schatten von ihr zu Gesicht bekommt.

Die Afroamerikaner, die geraubt und auf die Plantagen nach Amerika verschleppt wurden, die Juden die im Warschauer Ghetto wie Vieh gehalten und wie Vieh abgeschlachtet wurden, als sie sich vor 76 Jahren gegen diese Unterdrückung erhoben. Die vielen Christen in der DDR, die nicht aufhören wollten, für ihre Freiheit aufzubegehren und hohe persönliche Einschränkungen dafür in Kauf nehmen mussten.

Heute noch die, die gefangen sind in Gefängnissen und Ketten aus Stein und Metall, aber auch in ihren Lebensituationen.

„Wir waren Sklaven in Ägypten.“

Aber nun nicht mehr. Wundersam sind sie befreit worden. Wundersame Befreiung und Änderung von Bedrückung kann heute erlebt werden. Die Befreiung aus Ägypten ist die große Geschichte so vieler Menschen. Weil Gott als Befreier wieder erlebt werden kann. Immer wieder.

Die andere ist die einer kleinen Gruppe, die großes erlebt und deren Zeit zu Ende geht. 13 Männer die mit vielen anderen nach einem Reich gesucht haben, wo alles besser wird. Einer unter ihnen weiß: Es beginnt schon jetzt mit unter ihnen.

Es ist ein Abschied.

Einer der nach viel Schmerz und Schrecken zu einer Gemeinschaft führen wird, die die Zeiten überdauert.

Eine Gemeischaft die überwindet was trennt.

Der Auszug aus Ägypten und die Geschichte des letzten Abendmahls, des Passahmahls Jesu und seiner Jünger erzählen von Befreiung und Veränderung durch Gott. Auch durch Schmerz hindurch. Es sind keine Märchen, keine Heldenlieder, sondern sie erzählen die erlebten Erfahrungen von normalen Menschen, die auf einmal mit Gott konfrontiert sind.

Sie erleben ihn, sie zweifeln, sie staunen, lachen und weinen.

Sie vertrauen.

Wo zweifelst du?

Wo staunst du?

Wo lachst du?

Wo weinst du?

Wo vertraust du?

Wo willst du Gott begegnen?

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