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01.09.2018

Wort zum Wochenende

Den Verstand nutzen

Alle sind für Fortschritt, aber bitte nur die guten Seiten desselben. Mobil sein und telefonieren wird von Vielen geschätzt. Ich kenne noch die Zeiten, da man vor einer Telefonzelle stand und wartete, bis der Vorredner fertig war. Alle vor der Zelle hörten mit - nicht nur die Stasi. Heute gibt es kaum noch Telefonzellen.

Ein anderer Fortschritt ist, dass wir nicht mehr an einer Hunde-bewachten und mit Selbstschussanlagen bestückten Grenze aufgehalten werden, sondern grenzenlos reisen könn(t)en.

Ein weiterer ist, dass wir um viele Dinge in der Welt wissen, nicht nur die, von denen die Regierung will, dass wir sie in ihrem Sinne verinnerlichen. Es gibt unabhängige Medien und selbst der größte Unsinn findet ungehindert Verbreitung.

Deswegen wundert mich, dass wir an manchen Stellen so wenig Fortschritte machen. Im letzten Jahr wurde die Leiterin des Bremer BAMF bezichtigt, eigenmächtig 1.200 Anträge an den Regularien vorbei und gegen Bestechung entschieden zu haben. Jede Menge Menschen, Privatpersonen und Politiker, wussten sich dazu in allen Medien zu äußern, regten sich auf und geiferten z.T. über die eigenmächtige Behördenchefin im Kleinen und über die Asylpolitik im Großen.

Diese Woche nun die Nachricht, dass es nach Prüfung von 18.315 Bescheiden nur bei 165 grobe Verstöße gegeben habe, also bei nicht einmal einem Prozent!

Wäre es nicht ein Fortschritt, dass nun all die (Berufs)Empörer genauso lautstark und vehement ihr Einsehen bekunden, sich vorschnell geäußert und zum Großteil falsch gelegen zu haben? Wäre es nicht besser, wenn wir überhaupt länger mit einer (Vor)Verurteilung und auf handfeste Fakten warteten?

Ich wünsche mir, dass wir unseren von GOTT gegebenen Verstand nutzen, vernünftiger argumentierten und unsere Zunge besser im Zaum hielten. Das Buch Sprüche in der Bibel sagt: „Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten.“ Wir stehen in der Gefahr, die mühsam errungene Freiheit zu verspielen. Nutzen wir also unseren Verstand.

Ein nachdenkliches Wochenende wünsche ich Ihnen,

Ihr Superintendent K. Bálint

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