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18.08.2018

Wort zum Wochenende

Einen Funken erkennen

Als am Sonnabend Besuch da war und wir uns in den Garten setzen konnten, weil die Temperaturen nach Wochen mal auf übliche Werte sanken, genossen wir die Sonne und das Summen um uns. Fliegen, Käfer, Bienen und Wespen umsummten uns. Wir wissen, wer Insekten hat, der hat auch Vögel und deren Gesang im Garten. Selbst Igel machen uns zuweilen ihre Aufwartung und danken für den reich gedeckten Garten(Tisch), weshalb wir den großen Strauchschnitthaufen über Winter stehen lassen, damit sie daselbst einen Unterschlupf finden. Er wird jedes Jahr genutzt.

Allüberall können wir das Stöhnen über den heißen Sommer hören, so wie im Frühjahr als die Sehnsucht nach ihm groß war und er bereits im April begann. Dabei hören wir oft die Formulierung in Wetterberichten, dass es für die Jahreszeit „zu warm“, „zu kalt“, „zu nass“ … sei, als gäbe es ein richtiges Wetter und das andere seien nur Abweichungen. Nein, es gibt nur ein Mittelwert, den Menschen rechnerisch bilden, das Wetter ist immer richtig, auch wenn es mit wochenlanger Hitze einhergeht und man sich nicht bewegen möchte.

Ich frage mich, wie das wohl Menschen bestehen, die noch viel länger diese Hitze aushalten müssen und nicht einfach einen Wasserhahn aufdrehen und trinken können? Deren Felder jedes Jahr verbrennen und die deshalb nur wenig zum Überleben anbauen können und haben. Ob ich mich bei diesen Verhältnissen nicht auch auf den Weg machte? „Etwas Besseres als den Tod finden wir überall!“

Unser Lebensstil ist Teil der Klimaerwärmung, an ihm können wir, im Kleinen und Großen, etwas ändern. Nur tumbe Toren können ihn für nichtexistent erklären.

Im Buch Jesus Sirach gibt es den Satz „Wie wunderbar sind alle seine Werke, obwohl man kaum einen Funken davon erkennen kann!“ (42,22) Ich glaube, dass wir, selbst mit unseren riesigen Möglichkeiten, nicht ansatzweise die ganze Schöpfung erkennen können. Es reicht, dass wir dankbar sind, dass wir leben können und die Welt so einrichten, dass jeder Mensch auf ihr einen Raum zum Leben findet.

Ein nachdenkliches Wochenende wünsche ich Ihnen,

Ihr Superintendent K. Bálint

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