zum Inhalt

Sie sind hier: Glaube und Leben > Andachten > Wort zum Wochenende

Andachten

« zur Übersicht

07.12.2019

Wort zum Wochenende

Zeichen

Da ist die Rede von Zeichen und Wundern, die geschehen sollen. „ER kommt!“,das wird mir erzählt. Wie lang ist es her, dass diese Worte gesagt wurden? Wie lange ist es her, seit sie aufgeschrieben wurden? „ER kommt!“. Es wird gesprochen von großen Dingen, die geschehen werden, von Angst und Ehrfürchtigkeit unter den Menschen:

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge             Lk 21, 25-26a

Ein kosmisches Geschehen. Aber was will ich damit? Was nützt es mir auf einen zu warten, von dem zwar ständig gesagt wird, dass er kommt, aber den ich nicht sehen kann? „ER kommt!“

Und die großen Zeichen? Die sind doch schon längst da! Unsere Gesellschaft und unser Planet stehen unter Druck. Es wird gepöpelt statt „an der Sache“ zu arbeiten.  

Die Gedanken schweben zwischen Resignation, Misstrauen, dem Traum des perfekten Lebensentwurfs und der Entscheidung für das nächste Smartphone. Ich sehe mich selbst in diesem Strudel.

Das muss doch anders gehen! Aber vielleicht sind diese Worte aus der Bibel auch genauso leer, wie viele andere.

Ich bin es leid zu warten. ER kommt nicht?

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht                                                                                                      Lk 21,28

Ich sitze gebeugt, über die großen und kleinen Fragen. Die wichtigen Fragen und die, die nur wichtig erscheinen. Und dann: ER kommt nicht!

ER ist schon hier!

Wenn ich aufblicke. Zu IHM. Zu seiner Krippe. Zu seinem Kreuz. Zu Jesus, dem Gottesohn.

Seine Geschichte konfrontiert mich mit der Frage nach meiner eigenen Geschichte und ihrem Sinn. Seine Worte konfrontieren mich mit dem, was in mir verborgen liegt, weil ich es vergraben habe.

Seine Geburt und sein Tod erzählt mir von der bedingungslosen Liebe, die Gott für mich empfindet. Er kommt und ist schon hier, um mit dir und mir zu leben, Leben zu gestalten, Leben zu bewahren.

Pfarrer Martin Weber, Allstedt

« zur Übersicht

 
Impressum Datenschutz
Volltextsuche
Gemeindesuche
Veranstaltungen Januar 2020
So Mo Di Mi Do Fr Sa
      01 11 02 03 04 1
05 15 06 07 2 08 1 09 10 1 11 2
12 18 13 1 14 1 15 16 17 18 1
19 17 20 21 1 22 23 24 3 25 3
26 14 27 1 28 2 29 1 30 1 31 1  

Hinweis auf ...


Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Datenschutzerklärung
Ok, verstanden