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Andachten

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13.07.2019

Wort zum Wochenende

Meine Zeit

 

Mit einem gewissen Erschrecken stelle ich fest: „Es ist schon wieder ein halbes Jahr vergangen! - Sommerferien - Wo ist die Zeit nur hin?“ In einem Psalm heißt es: „Vor dir Gott sind tausend Jahre wie ein Tag!“ Nun, ich rede gar nicht von tausend Jahren, sondern nur von einem Jahr! Momentan mache ich mir Gedanken über die diesjährige Kinderwoche im Pfarrhaus. An den Kindern, sieht man wohl am deutlichsten, wie die Zeit vergeht. Wenn ich die Kleinen so sehe, … sind sie gar nicht mehr klein, sondern in ein paar Wochen wieder eine Klasse weiter. Vielleicht ja schon in der Abschlussklasse?! Kinder, wie die Zeit vergeht!

Was passiert nicht alles im Laufe der Zeit – im Laufe eines halben Jahres? Da gibt es sicher viele freudige Ereignisse, schöne Momente, an die man sich gerne und oft erinnert. Manch anderes ist schön, gerät aber dennoch im Laufe der Zeit in Vergessenheit. Es gibt auch die traurigen und schweren Dinge, die sich vielleicht im Gedächtnis festsetzen, die mich noch länger beschäftigen.

In Gesprächen höre ich des öfteren von solchen Dingen.

Oder: Wie oft müssen wir Dinge tun, die uns sinnlos erscheinen, uns gewissermaßen die Zeit stehlen. Wie oft erleben wir, dass wir hilflos zusehen, wie die Zeit vergeht, sich aber nichts ändert? Wie oft rinnt uns die Zeit durch die Finger und wir schaffen nicht die Hälfte unserer Aufgaben? Und dann? Verfallen die einen in Hektik. Die anderen machen erst einmal ein Pause, um Luft zu holen.

Mancher erinnert sich vielleicht an einen Satz, den die Großeltern gesagt haben. „Alles hat seine Zeit!“ Wohl wahr. Es hat alles seine Zeit. Aber woher weiß ich, was jetzt gerade seine Zeit hat?

Ich gebe zu: Ich weiß es auch nicht immer. Ich erlebe aber auch, dass es in Momenten großer Hektik helfen kann, bei dem nachzufragen, vor dem tausend Jahre wie ein Tag sind. Es bringt für mich Ruhe in die Hektik; etwas Struktur ins Chaos. Es gibt mir die Gelassenheit, die Aufgaben nacheinander zu erledigen. Bei all dem wird mir auch wieder deutlich, was in einem Lied besungen wird. „Meine Zeit steh in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir. Du gibt Geborgenheit, DU kannst alles wenden.“ In Gott finde ich einen Ruhepol, der sich von meiner Hektik nicht anstecken lässt. ER behält immer die Ruhe und weiß, was jetzt seine Zeit hat. Ich muss mir nur die Zeit nehmen und fragen.

Pastorin Steffi Wiegleb, Bendeleben

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