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Andachten

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01.06.2019

Wort zum Wochenende

Himmlische Momente

Jakob hatte auf seiner Reise mit keinem himmlischen Moment mehr gerechnet. Zu tief und schmerzhaft waren die Ereignisse der letzten Tage als er von zu Hause floh. Er und Esau sind Geschwister. Zwillinge, um genau zu sein. Esau war der, der zuerst geboren wurde. Jakob ist der Jüngere. Jakob war neidisch auf seinen Bruder Esau. Denn der Ältere sollte später einmal alles erben, weil er vom Vater gesegnet wurde. Alles was dem Vater gehört, sollte Esau bekommen. Jakob, der Jüngere, würde für ihn arbeiten müssen. Er würde all das tun müssen, was Esau ihm sagt. Daher suchte Jakob nach einer List, selbst den Segen des Vaters zu bekommen. Er wollte alles erben. Erfolg wollte er haben. Und Esau sollte tun, was er sagt.

Rebekka, die Mutter der Zwillinge, hat Jakob lieber als Esau und half ihm bei der List. Gemeinsam haben sie den Vater Isaak betrogen. Der war schon alt und blind und segnet Jakob, den er für Esau hält. Als Esau von diesem Betrug erfuhr, weinte er vor Wut und schwor: „Wenn der Vater gestorben ist, werde ich meinen Bruder Jakob töten!“ Rebekka hörte alles mit an, wart Jakob vor. „Dein Bruder will dich töten. Du musst weg von hier. Am besten du gehst zu meinem Bruder, deinem Onkel Laban. Da bist du in Sicherheit.“

Schnell und in aller Heimlichkeit packte Jakob seine Sachen und floh vor seinem Bruder Esau. Er lief den ganzen Tag. Hatte große Angst vor seinem Bruder, den er betrogen hat. Er hatte Angst, weil er ganz allein war. Niemand tröstete ihn, niemand machte ihm Mut…

Es ist dunkel wie die Nacht in seinem Herzen. Es wird auch dunkel um ihn herum. Die Nacht kam und er konnte kaum noch was erkennen. Er muss sich eine Schlafstelle suchen. und findet einen Stein. Jakob legt seinen Kopf darauf. Und dann schläft er trotz aller Angst wirklich ein. Und beginnt zu träumen. Er sieht eine hohe Leiter. Sie ist auf die Erde gestellt und ihre Spitze reichte bis in den Himmel - eine echte Himmelsleiter. Die Boten Gottes steigen rauf und runter - die Engel.

Und da…

Jakob hört eine Stimme. Es ist Gottes Stimme: „Ich bin es, Jakob, dein Gott - der mit dir redet. Ich bin der Gott deines Vaters Isak und dein Gott. Höre, was ich dir verspreche: Das Land, auf dem du liegst, wird dir gehören. Du sollst mit deinen Kindern darauf wohnen. Denn deine Familie wird groß sein. Ich bin bei dir, Jakob, ich will dich behüten, wohin du auch gehst. Ich verlasse dich nicht!“

Dann wacht Jakob vom Schlaf auf.

Es ist für am Morgen. Er springt auf. „Voller Geheimnisse ist dieser Ort“, denkt er. „Gott ist hier. Gott selbst ist an diesem Ort und ich habe es nicht gewusst. Ich hatte solche Angst, ich fühlte mich so allein. Aber jetzt weiß ich: Gott ist bei mir.“ Und er nimmt den Stein, auf dem er gelegen hat. Er gießt Öl darüber und sagt: „Dieser Stein ist Gottes Stein. Hier ist Gottes Haus. Hier ist das Tor zum Himmel.“ Und Jakob gibt an diesem Tag ein besonderes Versprechen:

„Wenn Gott wirklich immer bei mir ist, wenn er mich behütet auf meinem Weg, wenn Gott mir immer zu essen gibt und Kleidung, um mich zu wärmen, und wenn ich im Freien heimkehre zu meinem Vater, dann - ich schwöre es - will ich mich immer zu Gott halten. Und dieser Stein soll zu einem Altar für Gott werden.“

Jakob hat ihn doch noch erlebt – den himmlischen Moment. Mitten in der Angst spricht Gott ihn an – sagt ihm seine Hilfe zu. „Segnet“ ihn auf ganz besondere Weise. Das wünsche ich auch uns – das wir unsere Ohren in ausweglosen Situationen offen halten, um Gottes Botschaft aus dem Himmel an uns zu hören.

Damit wir gestärkt und mit neuer Kraft weitergehen können. Amen

Viktoria Rode

Ordinierte Gemeindepädagogin für Religionsunterricht & Familienarbeit

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