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Andachten

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27.04.2019

Wort zum Wochenende

Die vier Schwestern

 „Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Furcht. Manchmal komm ich auf leisen Sohlen, manchmal wie ein großer Hammer. Aber eigentlich bin ich immer da. Du kennst mich von Kindesbeinen an. Tausende Male war ich bei dir und manches Mal hab ich dir den Arsch gerettet. Ohne mich hättest du deine Hausaufgaben nicht gemacht. Du hättest nicht für Prüfungen gelernt. Du wärst viel zu weit rausgeschwommen im Meer. Ohne mich, würdest du auf dem Motorrad keinen Helm tragen und kämst nicht pünktlich zur Arbeit. Ich kann viel bewegen. Manchmal bin ich der Tonangeber. Das gefällt mir nicht, denn meistens geht dann nichts mehr. Ich will ja etwas bewegen und das Gute für dich. Zum Glück habe ich drei Schwestern. Darf ich Vorstellen: Kraft, Liebe und Besonnenheit.“
„Erinnerst Du dich an mich,“ fragt die Kraft? „Du hast mich schon oft gespürt. Manchmal bin ich unscheinbar. Wenn du zum Beispiel morgens aufstehst. Doch ich kann auch groß sein, mit einem langen Atem. Ich helfe dir durch das Bewerbungsgespräch, durch die Reha nach einem Unfall oder durch die Trauer. Ich lasse dich an deinen Zielen festhalten. Wird die Furcht zu laut, sag ich: Trotzdem!“
„Und ich auch,“ sagt die Liebe. „Mich spürst du in allem, was dir wichtig ist – Menschen, Dingen, Erlebnisse. Ich lasse dann dein Herz hüpfen und die Furcht hat keine Chance. Über vieles lasse ich dich dann auch hinwegsehen. Das ist nicht immer gut.“
„Gutes Stichwort!“ sagt die Besonnenheit. „Ich komm oft zu kurz. Denn ich brauche immer etwas Zeit. Ich bin die, die dir hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich ordne und sortiere, was Kraft, Furcht und Liebe durcheinander werfen und vorschnell anrichten. Ich kann gut beobachten und die Dinge aus der Sicht des anderen sehen. Erst dann ziehe ich meine Schlüsse, damit eine Mücke eine Mücke bleibt und nicht plötzlich ein Elefant wird. Wenn dich die Furcht wieder packt, wenn die Kraft auf „Aktion“ schaltet, oder die Liebe dir den Blick vernebelt, dann vergiss nicht: drei Mal tief durchatmen, bis 10 zählen und in Ruhe auf die Sache schauen. Hilft bestimmt, versprochen.
Und nicht vergessen: Neben der Furcht, hat Gott uns auch den Geist der Liebe, der Kraft und der Besonnenheit gegeben. Welcher in dir den Ton angibt, liegt an dir.“

Lena Burghardt, Artern

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