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Andachten

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23.03.2019

Wort zum Wochenende

Tag 15‘234…

„Die durchschnittliche Lebenserwartung eines männlichen Deutschen beträgt 28.556 Tage. Davon habe ich bis dato 22.860 gelebt. Es bleiben mir also statistisch noch 5.696 Tage. Angesichts der Unwägbarkeit des Schicksals könnte es auch nur noch einer sein.“, schreibt der Reisejournalist Helge Timmerberg. „Das Schicksal heißt möglicherweise Luciano. Er ist mein Fahrer … Und er fährt wie die wilde sau.“, schreibt er weiter.
Mich brachte das selbst zum Nachrechnen. Wie viele Tage habe ich schon verlacht, verweint, verarbeitet, verfaulenzt … kurz: verlebt? Es sind einige! Die Tätigkeiten der ersten tausend Tage habe ich mir nicht ausgesucht: Wachsen, Greifen, Krabbeln, Stehen, der erste Schritt, das erste Wort. Erst später kamen die wirklichen eigenen Entscheidungen. Bei mir war das so. Bei Ihnen war’s nicht anders. Rechne ich so nach, staune ich und fühle zugleich eine tiefe Dankbarkeit, dass nach Tag 1, Tag 2 und Tag 3 auch Tag 10‘234 kam. Das ist ein bisschen wie ein Wunder. Statistisch gesehen bleiben mir noch einige tausend Tage. Angesichts der Unwägbarkeit des Schicksals könnte es auch nur noch einer sein. Wie will ich diese verleben? Derzeit befinden wir uns in der Fastenzeit. Viele, egal ob Christen oder nicht, nutzen diese Tage, um sich dieser Frage zu stellen. Fasten ist eine Möglichkeit. Eine andere ist die Änderung des Blickwinkels. Wie wäre es zum Beispiel, mal aus Gottes Perspektive auf das Leben zu schauen? Der Autor des folgenden „Interviews“ ist leider unbekannt. „Gott, was wundert dich an den Menschen?“ „Dass sie ganz schnell erwachsen werden wollen – um dann wieder Kind sein zu dürfen. Dass sie ihre Gesundheit opfern, um reich zu werden und dann viel Geld dafür bezahlen, um gesund zu werden. Dass sie leben als würden sie niemals sterben und sterben als hätten sie nie gelebt.“ „Und was würdest du uns raten?“ „Dass es nicht nur darum geht zu lieben, sondern sich auch lieben zu lassen. Dass es nicht gut ist, sich zu vergleichen. Dass reich sein nicht heißt, das meiste zu haben, sondern das wenigste zu brauchen. Dass zwei Leute ein- und dieselbe Sache sehen und doch etwas Unterschiedliches wahrnehmen. Dass es nicht nur darum geht einander zu vergeben, sondern man muss sich auch selbst vergeben. Und vor allem zu erkennen, dass ich da bin … IMMER.“

Pfarrerin Lena Burghardt
Regionalgemeinde Artern-Heldrungen, Seelsorgebereich Artern

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