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09.03.2019

Wort zum Wochenende

Was kommt nach dem Karneval?

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei!“ - so lautet ein geflügeltes Wort, das auf das gleichnamige Lied von Jupp Schmitz und Hans Jonen aus dem Jahr 1953 zurückgeht. Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Auf jeden Fall findet die Karnevalszeit an diesem Tag ihr Ende. Die letzte Bütt ist gehalten, der letzte Gardetanz dargeboten, die letzte Kamelle geworfen. Es wird abgeschmückt: die Luftschlangen, Papiertischdecken und nicht mehr ganz so runden Luftballons finden den Weg in die blauen und gelben Tonnen. Die aufwendige Deko, die überdimensionalen Signets der zahlreichen Karnevalsvereine und die Kostüme werden eingelagert. Zeit zum Durchschnaufen nach einem wahren Marathon von Veranstaltungen.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Doch jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Mit dem Aschermittwoch beginnt seit nahezu anderhalb Jahrtausenden die Fasten- und Bußzeit, die auf Ostern hin geht. Diese Zeit erinnert an die vierzig Tage, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbracht hat. Seit jeher sollen Fastenzeiten – so wie im Übrigen auch die Adventszeit eine Fastenzeit ist – die Menschen an ihre Vergänglichkeit erinnern. Der Fokus wird vom fleischlichen, vom feiernden Menschen auf den geistlichen, auf sich und Gott gerichteten Menschen verschoben.

In zahlreichen Gemeinden finden am Aschermittwoch Gottesdienste statt, die diese Thematik aufnehmen. Oft werden dabei den Menschen kleine Aschekreuze auf die Stirn oder in die Handflächen gemalt. Asche zu Asche, Staub zu Staub – der Mensch ist vergänglich und endlich.

Doch wie schon geschrieben: jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Der Aschermittwoch verweist uns zwar auf das Unausweichliche, was jeden von uns früher oder später erwartet. Aber der Aschermittwoch macht eine neue Perspektive auf: er lässt den Weg Richtung Ostern schon jetzt aufleuchten. Spätestens dann verstehen wir, dass die Asche in unserer Hand oder auf unserer Stirn nicht nur für die Sterblichkeit steht, sondern dass im Kreuz neues Leben liegt. Zu Ostern ist Jesus Christus, für den das Kreuz symbolisch steht, auferstanden. Er hat den Tod überwunden. Daran will er uns alle teilhaben lassen.

Und ganz ehrlich: mit dieser Perspektive – dass nach dem Ende auch wieder ein Anfang kommt – können wir uns schon jetzt auf Ostern, aber auch auf den 11.11., den Beginn der neuen Karnevalszeit, und die neue Session freuen.

Helfried Maas, Pfarrer im Kirchspiel Wiehe und an der Ländlichen Heimvolkshochschule Kloster Donndorf

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