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Andachten

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02.03.2019

Wort zum Wochenende

Liebe Leser,

es gibt Besuch und Besuch. Die eine Art Besuch ist die, mit der man bis spätabends zusammensitzt. Aber am liebsten möchte man aufstehen, zum Vogelbauer gehen und zu dem Tier im Käfig sagen: „Du hast´s gut, Bubi, du kannst schlafen. Wir haben leider noch lieben Besuch.“ Mit der anderen Art Besuch halten wir es sehr lange aus.

Es gibt Besuch, den man fürchtet. Denn man kann ihm nichts gut genug machen. Aber vielleicht liegt das beim Gastgeber? Es gibt Gastgeber, da sind wir gerne. Selbst in der unaufgeräumten Küche fühlen wir uns wohl. Weil wir von Herzen willkommen sind. Ein Arzt namens Lukas hat uns eine Geschichte überliefert, da geht es um Gastgeber und Besucher: JESUS kam in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihnen zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!  Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. (Lukas 10,38 – 42) Marta ist eine gute Gastgeberin. Sie macht sie sich viel Mühe. Fragt sie sich vielleicht: „Mache ich diesem Gast namens JESUS alles recht?“ Es gibt Menschen, die haben Angst vor dem Glauben an Jesus Christus. Sie fragen sich: „Wenn ich Jesus einlade – kann ich seinen Ansprüchen genügen?“ Marta rotiert und rotiert, bis ihr der Kragen platzt. Ihre Schwester hängt einfach nur bei Jesus rum und hört zu! Maria hat nicht zuerst danach gefragt: „Was muss ich tun, um diesem Gast zu gefallen?“ Sondern: „Wie lerne ich IHN besser kennen?“ Sie hat bei JESUS etwas entdeckt, das hat ihr Leben erfrischt. Kraft zum Leben. ER sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken!“ Sie hat Ewigkeit gespürt. „Du hast Worte des ewigen Lebens!“, sagt einer der Freunde Jesu, als andere Jesus verlassen. Vor allem: JESUS ist ein Besuch, dem müssen wir nicht erst alles recht machen. Er hat nicht zuerst Interesse an dem, was wir für ihn alles fertigmachen – sondern an uns: An dem, was uns fertigmacht, was uns freut, was unser Leben ausmacht. ER hat Interesse an uns. Interesse am Anderen ist ein Ausdruck von Liebe. Wie können wir das für uns entdecken? Suchen Sie sich einen Platz wo sie alleine sind. Dann denken Sie an Jesus, der gesagt hat: „Siehe, ich bin bei Euch, alle Tage bis an der Welt Ende!“ Und sie brauchen nur zu sagen: „Sieh her, Jesus, hier bin ich – mit meinen Gedanken, Gefühlen, meinem Ärger, meinen Sorgen, meinem Frust. Ich bin hier bei Dir – so, wie ich bin. Berühre mein Herz, sei mein Gast.“ Vielleicht finden Sie am Sonntag Zeit, in den Gottesdienst zu gehen? Dort könnten Sie ihn auch treffen.

Pfarrer Süpke, Oldisleben.

 

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