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30.03.2019

Wort zum Wochendende

Für die Kleinen von heute

„Endlich kommt der Frühling“, denkt sie. Nicht mehr so dick anziehen und auch ihr kleiner Sohn muss sich nicht mehr einmummeln. Sie sind häufiger draußen, sehen die Scilla, die Narzissen und die ersten Veilchen. Nur mühsam kann sie ihn davon abhalten, ihr einen Strauß der leuchtenden Frühblüher zu pflücken.

„Er wird größer, unser Sohn, und verständiger“ denkt sie, ihn betrachtend. Welche Zukunft hat er in der heutigen Zeit, da Viele zuerst an sich denken, aber nicht an die Bedingungen, die sie ihren (Kindes)Kindern hinterlassen?

Sie findet die Proteste der Jugendlichen allfreitäglich sehr sympathisch, wenngleich sie sich dann auch wünschte, dass die Jugendlichen ihren Teil zur Erhaltung der Schöpfung beitrügen: nicht so viel Müll aus den Händen auf die Straße fallen ließen, Glasflaschen nicht zerschlügen, nicht so viele Ressourcenverbrauchende Geräte nutzen, also nicht alle zwei Jahre ein neues Handy, weil es eben geht und vertraglich vereinbart ist. Die zum Bau dieser Geräte notwendigen „seltenen Erden“ heißen nicht umsonst so.

Während ihr Sohn wie ein junges Fohlen auf der Wiese hüpft und lacht, streicht sie sich über den Bauch. „Nächsten Monat kommt sein Bruder. Was hinterlassen wir euch, wenn wir nicht mehr sind? Können wir allen Ernstes sagen, dass wir euch lieben, wenn so vieles unbedacht, wenn nicht vorsätzlich geschieht? Wie kann es sein, dass meine Generation nicht endlich anfängt, tagtäglich ihren Alltag neu auszurichten? So viele kleine Dinge ließen sich ändern. Lebensmittel kaufen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft, damit sie nicht weggeschüttet werden. Nicht überall das Licht brennen lassen. Beim Kauf von Geräten auf Verbrauch achten… es gäbe so viele Möglichkeiten, Dinge im Kleinen zu verändern – für die Kleinen von heute. Die Großen von Morgen.“

Es bräuchte einen Frühling in unserer Einstellung zum Leben. Ein Aufblühen von neuen Verhaltensweisen. Ich werde von heute an stärker darauf achten. Danke GOTT, dass ich die Möglichkeit dazu habe. Sie auch!

Einen Blick für die Kostbarkeit des Lebens wünsche ich Ihnen,

Ihr Superintendent Kristóf Bálint

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