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21.12.2019

Wort zum Sonntag

Vom Zauber der Heiligen Nacht

Ich muss es gleich zu Beginn zugeben: Ich liebe Weihnachten. Und ich liebe all die geschmückten Straßen, Häuser, Fenster und Geschäfte. Die Lichterketten und Kerzen, die leuchtenden Sterne und funkelnden Weihnachtsmänner, die Licht in das Dunkel des Winters bringen. Wenn ich in diesen Tagen abends mit dem Auto von der B4 kommend nach Sondershausen fahre, dann leuchtet die Stadt, wie es zu anderen Jahreszeiten nicht tut. Die Advents- und Weihnachtstage verwandeln unsere Städte und Dörfer. Über ihnen liegt ein ganz besonderer Glanz, ein Zauber – und dieser Zauber erzählt von der Heiligen Nacht, die wir in der nächsten Woche feiern.

Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt: Ein junges Paar – Maria und Josef – bringen in ärmlichen Umständen ihren ersten Sohn zur Welt und nennen ihn Jesus. Und zur gleichen Zeit verkünden Engel einer kleinen Schar Hirten die Geburt des Sohnes Gottes. Und dann stimmen die Engel ein Loblied an, dass vom Zauber dieser Nacht singt: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lukas 2,14)

Die Heilige Nacht verändert die Welt, denn sie singt von Hoffnung inmitten von Armut, Not und Gewalt: Friede und gelingendes Leben für alle Menschen. Vor allem für die, die am Rand stehen, denen das Leben schwer zusetzt, denen Gewalt, Krieg und Hass das gute Leben verunmöglichen.

Unsere Lichterketten, Kerzen und blinkende Deko-Artikel stehen und leuchten genau für diese Hoffnung. Sie tragen Licht ins Dunkel, so wie die Engel auf den Feldern bei Bethlehem Hoffnung in die Nacht hinein gesungen haben. Die Hirten machten sich auf den Weg und fanden in der Krippe den Grund der Hoffnung. Auch wir machen uns seit Wochen auf den Weg, bereiten uns auf Weihnachten vor und werden am kommenden Dienstag ankommen. Ich lade Sie ein in unsere Kirchen, um am Heilig Abend und den Weihnachtstagen von dieser Botschaft zu hören, sich an ihr zu erfreuen, sich von dieser Botschaft trösten und tragen zu lassen. Ich lade sie ein das Fest der Hoffnung zu feiern, auch und gerade, wenn ihnen die Hoffnung in ihrem Leben gerade fehlt.

Denn seitdem die Hirten auf den Feldern Bethlehems die Botschaft vom heiligen Kind in der Krippe hörten, ist diese Nacht eine ganz besondere. Und ist erlebbar „alle Jahre wieder“. Am Dienstag ist es soweit: Wir feiern die Geburt des Sohnes Gottes. In dieser Nacht kommt Gott zu uns. Und wir treten an die Krippe. Gott kommt in unsere Welt, wird einer von uns. In dieser Heiligen Nacht trifft uns das Licht der Hoffnung. Da kann der kleinste Mensch die größte Hoffnung haben. Da darf sich der kleinste Mensch auf die große Gnade Gottes freuen, weil Gott klein wird und die Welt verwandelt.

Unser Alltag unterbrochen. Unsere Sorgen vergessen. Unsere Sehnsucht gestillt. Unsere Trauer getröstet durch dieses göttliche Kind – in dieser Nacht.

Ich wünsche uns allen frohe und gesegnete Weihnachten!
Pfarrer Karl Weber, Sondershausen

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