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Andachten

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18.03.2020

Sonderandacht von Pfarrer Frank Freudenberg, Schlotheim

Damit uns die Decke nicht auf den Kopf fällt

Meine Neffen wussten es schon nach 2 Tagen Internetunterricht: „Ganz alleine zu Hause lernen, macht einfach keinen Spaß. Da gehen wir lieber in die Schule!“ Wer hätte das gedacht?

Aber tatsächlich, allein die Aussicht, nun für viele Tage hauptsächlich zu Hause in den vier Wänden zu sein, macht vielen von uns Beklemmungen. „Da muss ich aufpassen, dass mir nicht die Decke auf den Kopf fällt“, sorgt sich ein Bekannter.

Natürlich, alle können wir froh sein, die nicht von irgendwelchen Viren befallen sind und auch sonst keine Symptome zeigen. Und natürlich geht unser Mitgefühl an all jene, die nun schwer erkrankt sind und auch an Pflegekräfte und Verantwortliche, deren Einsatz in dieser Zeit so entscheidend ist.

Aber auch jeder von uns Normalbürgern will irgendwie heil durch diese Zeit kommen. Ein Freund sagte mir dazu: „In diesen Wochen ist es, als wären wir alle in einem großen Kloster, jeder für sich oder mit seiner engen Familie ist mehr oder weniger abgeschlossen von der Welt da draußen.“

Ich finde den Gedanken ganz passend. Vielleicht können uns ein paar Anregungen aus dem Alltag eines Klosters helfen, das Beste aus dieser Situation zu machen. Diese Anregungen fielen mir in die Hände und ich möchte einige davon gern weiter geben:

1. Folge einem festen Tagesrhythmus. Nicht in den Tag hineinleben, sondern feste Zeiten zum Aufstehen und Schlafen gehen einhalten.

2. Gib jedem Tag eine gute, möglichst gleiche Struktur.

3. Halte immer wieder einmal inne. Im Kloster gibt es dafür die festen Gebetszeiten am Morgen, am Mittag, nach getaner Arbeit, vor dem Schlafen gehen.

4. Halte dich körperlich fit durch Gymnastik oder Fitnessübungen. Gehe, wenn möglich an die Luft zum Spazieren.

5. Bleibe im Kontakt mit anderen. Durch Telefon, aber auch die neuen sozialen Medien bieten viele Chancen.

6. Beschäftige deinen Geist. Wie wäre es mit einem guten Buch für diese Zeit. Schränke die Zeit für Fernsehen, Netflix u.ä. ein.

7. Entdecke dein Potential! Mache etwas Kreatives oder lerne etwas Neues. Wie wäre es mit Stricken, Zeichnen, einer Fremdsprache, dem Musikinstrument, das seit Jahren in der Ecke verstaubt?

8. Lerne oder übe Beten! Sag Gott, was dich bewegt, was dich ärgert oder sorgt. Und höre doch mal in die Stille. Verändert sich mit der Zeit etwas?

9. Übe dich, dankbar zu sein! Ja, es gibt viel Negatives. Aber jeden Tag gibt es auch mindestens so viele Gründe, dankbar zu sein.

10. Übe dich in Geduld! Diese Zeit geht vorbei. Und dann wirst Du sagen: diese Zeit war nicht nutzlos.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft, Geduld und Gottes Segen

Pfarrer Frank Freudenberg, Schlotheim

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