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Andachten

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06.07.2019

Wort zum Wochenende

Liebe Leserinnen und Leser,

in diesen sommerlichen Tagen werden nicht nur die Blumen im Garten gegossen, sondern auch die Bepflanzungen auf den Gräbern. Als ich vor kurzem wieder vor einem Grab stand, wurde mir deutlich, was so ein Grabstein alles erzählt. Ich kenne die Geschichte und Geschichten meiner Angehörigen. Aber auch die Grabsteine völlig unbekannter Menschen lassen uns einiges ahnen. Zwischen dem Geburtsdatum und Sterbedatum steht nur ein Bindestrich – aber dahinter verbirgt sich ein ganzes Leben mit seiner Geschichte und seinen Geschichten.

Wenn ein Mensch z.B. zwischen 1934 und 2011 gelebt hat, können wir uns einiges zusammenreimen: Als er 11 Jahre alt war, ging der 2. Weltkrieg zu Ende. Danach hat er den Wiederaufbau des Landes erlebt. Und wo er das alles erlebt hat – im „Westen“ oder im „Osten“ – das alles hat ihn geprägt. Denn er musste in dieser Zeit und in dieser Gesellschaft seinen Mann – oder seine Freu – stehen. Je nachdem, wie gut er es tat, wird man sich noch lange an ihn erinnern. Vielleicht hatte dieser Mensch ein Lebensmotto, das ihn antrieb, von dem er oder sie immer wieder sprach? Ich lerne durch meinen Beruf viele solcher Geschichten kennen. Aber es gibt die Geschichte eines Mannes, die mich ganz besonders bewegt. Der hatte ein ganz besonderes Lebensthema. Das hat ihn so weit getrieben, dass er es sich mit Freunden verscherzte, sich mit Behörden und Regierenden anlegte, mehrmals im Gefängnis saß und nicht nur einmal „Kopf und Kragen riskierte“. Sein Lebensthema hieß: „Gnade“. Erst war er total ungnädig. Und zwar den Christen gegenüber. Darum verfolgte sie dieser Saulus aus Tarsus, warf sie ins Gefängnis, ließ sie foltern und sogar hinrichten. Bis JESUS, der Auferstandene im begegnete und Saulus vom hohen Ross fiel. Aus „Saulus wurde Paulus“. Jetzt rief er viele Menschen dazu auf, durch Jesus Christus eine Hoffnung zu finden, die sogar den Tod überlebt. Er schrieb es u.a. so auf: „JESUS Christus ist in die Welt gekommen, um die Menschen in Gottes neue Welt hinein zu retten… Das geht nur durch Gnade, das weiß ich, Paulus auch. Denn ich war einer der schlimmsten Menschen, weil ich die Anhänger Jesu verfolgt habe. Aber ich habe die Gnade Gottes gefunden!“ (nach 1. Tim, 2, 15f) Wie gesagt: Die Gnade war sein Thema. Die Gnade hat ihm Kraft gegeben, trotz aller Widerstände immer weiter zu machen. Dieses Thema wirkt bis in unsere Zeit. Eins der berühmtesten Lieder wurde unter dem Eindruck geschrieben, wie wundervoll Gnade ist: Viele Jahrhunderte nach Paulus fand der Sklavenhändler John Newton Gnade, wurde entschiedener Christ und wirkte dabei mit, die Sklaverei in Amerika abzuschaffen. Newton schrieb nach seiner Bekehrung das Lied „Erstaunliche Gnade“ – „Amacing Grace“. Paulus ist zwar schon verstorben, hingerichtet von den römischen Behörden. Aber sein Thema lebt noch: Die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort spricht, dass Grabsteine nur Meilensteine sind auf dem Weg in Gottes Ewigkeit. Was ist Ihr Lebensthema? Diese Hoffnung und diese Gnade können wir als Lebensthema immer noch finden. Denn sie tragen den Namen: „JESUS Christus“. Er ist auferstanden, ER lebt. Und jeder kann ihn finden. Egal wo: auf der nächsten Bank, in der Küche zu Hause oder in einer (momentan erfrischend) kalten Kirche: ER ist da und wartet darauf, dass Sie IHM ihr Herz öffnen. Einen Sonntag und noch viele Tage unter dem Thema „Gnade“ wünscht Ihnen:

Pfarrer Reinhard Süpke, Oldisleben.

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