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Andachten

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12.04.2019

Lichtblick

Liebe Leser, manchmal habe ich gar keinen Lichtblick. Da funktioniere ich nur. Da kommt es vor, dass ich die Übersicht verliere, und dann funktioniert irgendwas doch nicht – bei aller Routine. Irgendjemand ist dann enttäuscht, irgendjemand verärgert – ich übrigens auch.

Bei allem, was mir so schwerfällt, wünsche ich mir nicht einfach nur Ruhe und Abstand, sondern vor allem: Gnade. Es gibt ein Lied von Jörn Philipp (Text) und meinem Freund Wolfgang Tost (Melodie). Das bringt es sehr schön auf den Punkt, was ich dann brauche.

Lesen Sie doch einfach mal diesen Text, vielleicht findet sich für Sie was als Lichtblick?

Sie könnten daraus auch ein Gebet machen:

Wenn ich mir was wünschen könnte,

von dem, was uns so schwerfällt,

wünschte ich mir nur das Eine:

Gnade, dieser gnadenlosen Welt.

 

Gnade, dem der keinen Ausweg sieht.

Gnade, wo Hass tiefe Furchen zieht.

Gnade, dem der traurig resigniert.

Gnade, wo man keine Liebe spürt.  

 

Gnade, für den Strauchelnden, der fällt.

Gnade, für den Schuldner, der sich quält.

Gnade, für den, der am Abgrund steht. 

Gnade, auch für den der weitergeht.

 

Gnade, für den Flüchtling, der in Not.

Gnade, für die Menschen, die bedroht.

Gnade, für das Kind im Mutterleib.

Gnade, für das schicksalhafte Leid. 

 

Gnade, für den, der am Hunger stirbt.

Gnade uns, wo so viel Brot verdirbt.

Gnade, wo uns scheinbar nichts gelingt.

Gnade, dass es jedem Frieden bringt.

 

Gnade, für den, der sich stets bemüht.

Gnade, für den, den man übersieht.

Gnade, für den, der nicht weiterkann.

Gnade, jetzt und nicht nur irgendwann.

 

Gnade, wo der Hass im Gleichschritt dröhnt.

Gnade, wo ein Mensch vor Schmerzen stöhnt.

Gnade, wo Gesichter hart und kalt.

Gnade, auch bei Drohung und Gewalt. 

 

Gnade, wo Lärm krankmacht und verstört.

Gnade, wo man Schreie überhört.

Gnade, wo das Geld das Herz regiert.

Gnade, wo man Mitleid nicht verspürt.

 

Weil uns Jesus das gebracht hat,

was Menschen oft so schwer fällt,

gibt er durch sein Kreuz und Sterben,

Gnade, dieser gnadenlosen Welt.

Übrigens: wenn Sie wissen wollen, wie dieses Lied klingt:

Am Freitag, den 12. April 19.00 Uhr in der Kirche Seehausen,

am Samstag, 13. April 19:00 Uhr in der Kirche Thalebra und

am Sonntag, den 14. April 10:00 Uhr in der Kirche im Kloster Volkenroda.

 

Gesegneten Wochenende wünscht: Pfarrer Reinhard Süpke, Oldisleben

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