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Andachten

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20.12.2018

Lichtblick

Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes.

                                                                                                                      Lk 1,46-47

Da spricht jemand aus, wie es ihr geht. Eine Jungefrau, die viele kennen. Sie ist eine der Hauptpersonen aus der Geschichte die bald überall in den Kirchen erzählt wird.

Kleine und große Schauspielerinnen werden sie verkörpern und am Ende des Krippenspiels werden sie alle hoffnungsvoll auf die Krippe schauen. Umgeben werden sie sein von Josef, den Hirten, den Weisen und wahrscheinlich auch von Ochs und Esel, die in der Geschichte eigentlich gar nicht vorkommen.

Alles ist gut gegangen und irgendwie wird es auch weiter gut gehen.

Die Worte aus dem heutigen Tagespruch werden sehr viel eher gesprochen. Maria hat gerade lang und breit erzählt bekommen, dass sie ein Kind erwartet. Ein besonderes Kind. Maria bleibt erstmal stumm, der Engel hat erzählt und erzählt. Er erzählt von großen Dingen, von umwälzenden Geschehnissen.

Am Ende der langen Rede des Engels sagt sie nur: „Mir geschehe, wie der Herr mir gesagt hat.“

Ein bisschen ernüchternd klingt das und weit entfernt von dem großen Lobeshymnus, den sie später spricht.

Was passiert in der Zwischenzeit?

Etwas ziemlich alltägliches!

Maria nimmt sich ein Herz und besucht ihre Freundin Elisabeth.

Elisabeth hört die ziemlich verrückte Geschichte.

Vom Retter der Welt. Vom Kinde Gottes. Vom Vater des Kindes, der nicht Josef ist.

Elisabeth fragt nicht nach. Schaut nicht skeptisch. Redet ihrer Freundin nicht ins Gewissen, um sie einer Lüge zu überführen. Sie hört und sieht zu allererst die Chance, die in dieser wundersamen Erzählung liegt.

Sie freut sich. Bekräftigt ihre Freundin. Nicht das Schwierige spricht sie an, sondern was sein könnte, das Hoffnungsvolle.

„Es wird vollendet werden, was Gott dir gesagt hat!“

Es wird vollständig, gut und richtig sein. Und nicht ausgesprochen: „Ich glaube dir, ich sehe das gute darin, ich bestärke dich!“

Der Engel in der Geschichte ist nicht die himmlische Figur.

Es ist diese Frau, die glaubt, hofft, unterstützt zuhört.

Die Advents und Weihnachtszaun beschehrt uns viele Engel. Dabei sind diese Boten Gottes viel unauffälliger. Wir selbst können einer werden.

Wenn wir hören, Chancen sehen und Gott eine Chance geben.

Pfarrer Martin Weber, Pfarrbereich Allstedt/Wolferstedt

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