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Andachten

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30.11.2018

Andacht zur Eröffnung der Kreissynode und Übergabe des neuen Lektionars (Superintendent Bálint)

Tagesgebet/Widmung

Gott, Du unser Leben, mit Liebesworten suchst Du uns.

Mit dem Wort der Wahrheit erleuchtest Du uns.

Mit klärenden Worten begrenzt Du uns.

Mit geheimnisvollen Worten berührst Du uns.

Mit Hoffnungsworten tröstest du uns.

Sprich zu uns und schenk uns, dass wir immer von Neuem in den Worten der Heiligen Schrift Deine lebendige Stimme hören und Dich ehren heute und allezeit. Amen.

Liturg: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht

auf meinem Wege“, beten wir mit Psalm 119. Und Christus

spricht: „Die Worte, die ich euch gegeben habe, sind Geist

und sind Leben.“ (Joh 6,63)

Darum sei nun dieses Buch dem gesegneten Gebrauch in den Gemeinden unseres Kirchenkreises gewidmet – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lasst uns miteinander singen, G'TT loben, anrufen und preisen, IHM aber auch bekennen, dass wir so oft nicht nach SEINEM Willen leben und IHN verfehlen. Wir bitten IHN um seine Weisung, um seine Zurechtweisung, die uns auf den rechten Weg führt und halten uns ihm hin: unser Herz, unseren Verstand, unser ganzes Sein.

Voller Einsicht singen wir das erste Lied: „Meine engen Grenzen“

Geweitet, gestärkt, gewärmt und mit einer Heimat bei ihm, wollen wir uns dem Wort der Heiligen Schrift öffnen und hören: „Wenn Du der Stimme des HERRN, deines G'TTes, gehorchen wirst: Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei Deinem Ausgang.“ (Dtn. 261.6)

Woher kennen wir die Weisung G'TTes? Wie wird sie uns gewärtig?

Was im 5. Buch Mose und unser heutigen Tageslosung so einfach klingt, ist Teil eines komplexen Verständnisses. Das Wort G'TTes kommt auf vielfache Weise zu uns.

- in der Heiligen Schrift älteren und neueren Testaments.

- in der wechselseitigen Auslegung in Bibelstunden, Konventen u.a. Zusammenkünften

- in der gegenseitigen Beratung und Seelsorge

- im Gebet, wenn wir uns ihm hinhalten und darum bitten, dass ER uns anrühren möge.

- zuweilen auch im Traum oder in der festen Gewissheit, dass wir seinem Weg folgen, geleitet von der Schrift und geprüft in der kritischen Nachfrage der Glaubensgeschwister (mutuum colloquium et consolatio fratrum)

Hören wir es oft nicht mehr, weil der Lärm dieser Welt das Gehör voll und ganz in Anspruch nimmt?

Weil uns Einhauchungen der Werbewelt und der Glimmer der „Kauf Dich glücklich“-Strategen unsere Gehörgänge verstopfen?

Weil wir uns zuweilen selbst einreden, uns selbst erlösen zu müssen, weil G'TT scheinbar nicht wirkt?

Wenn er doch nur redete, vollmächtig und kräftig. Wir möchten ihm glauben, wenn seine Wunder uns umrankten und uns für IHN gewönnen.

Einstweilen tun wir, was uns möglich ist. Wir strengen uns an. Wir haben Ideen und setzen sie um.

Wir bilden kräftig „goldene Stiere“ aus und tanzen zum Gesang des „es wird schon irgendwie“, abgelenkt und nicht in uns ruhend.

Wir gleichen dem Volk Israel mehr als uns je bewusst wird und je weniger die Menschen von G'TT halten oder wissen, umso größer ist die Sehnsucht, sich selbst zu erlösen, das Dunkel im eigenen Leben mit vielen Lichterketten an den Häusern zu erhellen:

Weihnachten schon jetzt statt Advent. Vier Wochen länger, früher, heller, bunter.

Grelles Licht statt Kerzenschein und Fasten.

Rastloses „Hetzen von Besinnung zu Besinnung“, statt geruhsames Stillesein, nicht bei Wasser und Brot, doch bei „gedimmtem Speiseplan“.

Essen ist auch eine Form selbstgemachter Ablenkung.

Denn plötzlich kommt ER an, wie am Ewigkeitssonntag im Evangelium gelesen, und steht vor den Nasen der jungen Frauen. Wären unsere Lampen gefüllt und fertig? Sind unsere Akkus voll, stünde der Bräutigam heute vor uns?

Mancher Akku wird leer oder kurz davor sein. Wie aber sollen sich die Batteriezellen wieder füllen, wenn keine Rast und Ruh möglich ist? Sich nicht selbst eingeräumt! Sich schenken lassend?

Lassen wir den Advent zu, lassen wir ihn ankommen und öffnen wir IHM die Türen, der Morgen 18 Uhr bei uns Einkehr erheischt.

Öffnen wir uns und spüren wir, dass er uns den Saft gibt, der unser Leben hell macht und zum Strahlen bringt. Der die Zellen füllt, dass wir wieder jung werden wie Adler (Ps. 1035).

Damit wir nicht wie komische traurige Vögel wirken, die vor Last ganz vergessen haben, dass wir Lust am Wort des HERRN (Jes 5814) haben sollen.

Dieses Wort bekommen wir heute neu geschenkt. Es kommt bei uns an, in unseren Gemeinden, Advent.

Dieses Wort, z.T. neu arrangiert aber ganz und gar das alte, sprachlich wieder intensiv gegründet, zu den Wurzeln, Radix, also radikal, möchte uns dieses Wort bewegen und sich uns „ein-bilden“, sich uns schenken. Dieses Wort ist es, das unserem Leben den Grund schenkt. Wenn wir es hören und annehmen, wenn wir ihm gehorchen, d.h. es für bare Münze und für uns in Anspruch und ernstnehmen, dann werden wir bei unserem Ein- und Ausgang Gesegnete sein.

Lassen wir uns darauf ein. Lassen wir das Wort und mit ihm G'TT im Kind in uns ein. Er will uns erfüllen, unsere Akkus füllen, uns Freude, Gelassenheit und inneren Frieden schenken und unser Licht sein in der Dunkelheit dieser Tage. Amen.

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