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09.07.2022

Wort zum Wochenende

„Bitte wenden!“

Autofahrer kennen diese Aufforderung. Wenn die freundliche Stimme des Navis sagt: „Bitte wenden! Bei nächster Gelegenheit bitte wenden!“ Das ist nicht so erfreulich, denn es bedeutet, dass ich auf einem falschen Weg unterwegs gewesen bin. Zuzugeben, dass man falsch lag, dass man sich geirrt hat, ist nie ganz einfach. Manchmal ist man zu stolz, das zuzugeben.

Und doch ist der Hinweis, „Bei nächster Gelegenheit bitte wenden!“, natürlich sehr sinnvoll, denn jeder Schritt in die falsche Richtung, bringt mich weiter von meinem Ziel weg. Je früher ich umkehre, desto besser. Nicht nur bei Autofahrten sind wir oftmals auf einem falschen Weg, auch unsere Gedanken oder die Meinungen von anderen Leuten können uns manchmal in die Irre leiten.

Der Evangelist Lukas hat uns eine Begebenheit von Jesus überliefert. Da kommt eine Frau zu ihm. Eine „Sünderin“ wird sie genannt. Sie war wohl auf dem falschen Weg.

Ganz offensichtlich bereut sie vieles aus ihrer Vergangenheit, sie scheint bereit, für einen Neuanfang, für eine Umkehr. Doch da es gibt ein Problem. Die Umstehenden wollen diesen Neuanfang und diese Kehrtwende nicht akzeptieren. Für sie ist die Frau eine Sünderin und bleibt eine Sünderin. Ein Glück für die Frau, dass Jesus anders reagiert.

Jesus legt die Frau nicht auf ihre Vergangenheit fest. Er hilft ihr, dass diese Frau sich für ihre eigene Zukunft öffnen kann. Er macht Ihr den Neuanfang möglich, den sie längst in sich trägt und sich erhofft. Und von der Meinung der Herumstehenden lässt Jesus sich freilich nicht beeinflussen.

Liebe Leserinnen und Leser, auch unserer Gesellschaft wünsche ich, dass wir uns gegenseitig nicht auf unsere Vergangenheit festlegen. Irrwege, Gedanken und Überzeugungen, die sich doch als falsch herausgestellt haben, trägt jeder mit sich herum. Diese Überlieferung von Jesus zeigt mir, dass uns nicht die Fehler und Irrwege unsere Vergangenheit festnageln dürfen. Wir dürfen umkehren, wenden. Die Bibel nennt diese Umkehr Buße.

In welchem Bereich meines Lebens habe ich heute eine Umkehr vor mir? Wo würde mir und den Menschen um mich herum „Bitte wenden!“ gut tun?

Es grüßt Sie

Pfarrer Frank Freudenberg, Schlotheim

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