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Andachten

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23.01.2020

Lichtblick: Was fängt mit L an? (Reinhard Süpke)

Liebe Leserinnen und Leser, was fängt mit „L“ an und ist seit über 285 Jahren der erfolgreichste Lichtblick für inzwischen Millionen von Menschen weltweit?

Es sind die „Losungen“ der Herrnhuter Brüdergemeine. Ich kenne dieses Andachtsbuch, dass jedes Jahr neu herausgegeben wird, seit meiner Jugendzeit. Damals lebte ich noch in der DDR. Die gab auch immer Losungen heraus. Die konnte man dann an den Wänden von Betrieben oder auf Transparenten lesen, die zur Demonstration am 1. Mai hochgehalten wurden. Darum fand ich den Buchtitel „Die Losungen“ zunächst merkwürdig.

Mancher kennt noch das Wort Losung im Sinn von „Parole“: Wenn jemand einen Eingang zu bewachen hatte, den nicht jedermann passieren durfte, dann wurde nach der „Losung“ oder der „Parole“ gefragt.

Die „Losungen“ der Herrnhuter Brüdergemeine sind zwei Bibelworte. Das erste Bibelwort wird zwei Jahre vor Herausgabe des Buches ausgelost. Es ist immer ein Satz (oder zwei) aus dem Alten Testament. Das zweite Bibelwort stammt aus dem Neuen Testament. Es wird zu dem ersten Vers als Ergänzung ausgesucht.

Als dritter kurzer Text finden wir ein Gebet oder einen Vers aus einem Lied zu den Worten aus der Bibel. (Wenn Sie mehr wissen wollen, dann empfehle ich: https://www.losungen.de/die-losungen/ )

Heute Morgen fand ich in den Losungen folgenden „Lichtblick“ im Überblick:

Donnerstag, 23. Januar 2020:

Der ausgeloste Vers:

Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. Psalm 116,8

Der ausgesuchte Vers:

Jesus erlöste die, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten. Hebräer 2,15

Das Gebet:

Herr, ich traue auf dich, denn auf dich ist Verlass, selbst wenn Eltern oder Kinder, Freunde oder Weggefährten, sogar die eigenen Kräfte und der Lebensmut mich verlassen. Du, Ziel meiner Flucht, gibst Trost und Vertrauen. Mit dir will ich aufstehen aus den Fesseln meiner Müdigkeit und dem Grab meiner Resignation. Volker Krolzik

Meine Gedanken zum ausgelosten Vers: Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. Psalm 116,8

Da hat sich vor (wahrscheinlich) knapp 3000 Jahren jemand daran erinnert: GOTT hat meine Gebete erhört. Irgendwann hat er gedacht: „Jetzt geht es mit mir zu Ende!“ Aber er wurde bewahrt vor einem Unfall. Oder ist nach schwerer Krankheit gesundgeworden. Vielleicht war er auch so deprimiert, dass die Angst vor dem Leben größer war als die Angst vor dem Tod? Wir wissen es nicht. Auf alle Fälle ist er dankbar, dass er noch lebt. Dieser Mensch hat Trost erfahren. Es gab vieles, was ihn zum Weinen und Klagen brachte. Aber er dankt jetzt GOTT dafür, dass die Zeit der Trauer überwunden ist.

Und er ist dankbar dafür, dass GOTT ihn vor falschen Wegen bewahrt hat.  Wie oft wird er gefragt haben: „Lohnt es sich noch, GOTTES Gebote zu halten, den Nächsten zu lieben… Ist der Ehrliche denn nicht der Dumme!“ Aber im Rückblick ist er auch dafür dankbar, dass er den Weg des Glaubens weitergegangen ist.

 Die Dankbarkeit, die er spürt, ist der Lichtblick für diesen unbekannten Beter.

Wofür werden Sie dankbar, wenn Sie dieses Bibelwort lesen: Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. Psalm 116,8

Der ausgesuchte Vers bringt mich immer wieder zum Staunen, welche Dimensionen für unser Leben hier zu entdecken sind: Jesus erlöste die, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten. Hebräer 2,15

Viele Menschen verlachen unseren Glauben. Machen sich über JESUS Christus lustig. Sie ahnen nicht und wissen nicht, welche erlösende, befreiende Kraft darin liegt, JESUS Christus zu vertrauen. Denn wenn dieses Leben zwischen unserer Geburt und unserem Tod alles ist – welchen Sinn hat dann das Leben? Sind wir dann nicht einfach nur „Tote auf Urlaub?“

Überlegen wir mal, was wir alles tun, nur, weil wir Angst vor dem Sterben haben. Wenn der Tod am Ende alles zunichtemacht. Wenn die Worte auf dem Grabstein das letzte Wort haben? Dann werden wir davon getrieben, dieses Leben mit Sinn und Spaß zu füllen, auch wenn wir dabei viel Unsinn treiben – und dann nur der Kater bleibt. JESUS Christus verspricht ein sinnerfülltes Leben, das hier und heute beginnt – und dass durch den Tod nicht begrenzt wird.

Es wird erzählt, dass die ersten christlichen Missionare, die in England das Evangelium verkündigen wollten, beim König um Erlaubnis zum Predigen nachsuchen mussten. Der König versammelte seine Ratgeber in der Königshalle. Beim offenen Feuer unterhielten sich die Weisen bis tief in die Nacht. Da kam aus der Dunkelheit ein Vogel in die Halle geflogen, flatterte eine Weile unter der Decke des Thronsaales umher und flog auf der anderen Seite wieder hinaus in die Nacht. Einer der Ratgeber fragte den König: „War das nicht ein Zeichen des Himmels? So geht es doch mit uns Menschen. Aus der Dunkelheit kommen wir in die Halle des Lebens, fliegen eine Zeitlang darin herum und fliegen wieder hinaus in die Nacht.

Woher kommen wir?

Wozu leben wir?

Wohin gehen wir?

Das sind die drei großen Fragen des Lebens.

Wenn uns die fremden Männer darauf gute Antworten geben können, sollten wir sie hören!”

Das Vertrauen in JESUS Christus wird zur „Losung“, die uns die Tür zu diesem Leben öffnet.

Die „Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine“ sind gute Türöffner für den neuen Tag.

Vielleicht ist auch das Gebet für den 23. Jan. 2020 ein Lichtblick für Sie?

Herr, ich traue auf dich, denn auf dich ist Verlass, selbst wenn Eltern oder Kinder, Freunde oder Weggefährten, sogar die eigenen Kräfte und der Lebensmut mich verlassen. Du, Ziel meiner Flucht, gibst Trost und Vertrauen. Mit dir will ich aufstehen aus den Fesseln meiner Müdigkeit und dem Grab meiner Resignation. Volker Krolzik

Zu guter Letzt: Die Losungen sind zwar im Moment vergriffen, aber die Buchhandlungen Ihres Vertrauens können bestimmt noch welche besorgen!

Einen Lichtblick für jeden neuen Tag wünscht:

Pfarrer Reinhard Süpke

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